WM-Härtetest: Wie das ÖFB-Team gegen Südkorea spielen könnte
David Alaba wird spielen
Vier Tage nach dem 5:1 gegen Ghana geht es für Österreichs Team auch schon weiter im WM-Countdown. Gegen Südkorea steht im Ernst Happel Stadion Test Nummer zwei von vier auf dem Programm. Dabei werden die Österreicher erstmals im neuen roten WM-Dress mit schwarzen Ärmeln und schwarzen Hosen auftreten. Was es rund um das allererste Aufeinandertreffen der beiden Nationen zu wissen gilt.
- Wer wird bei den Österreichern einlaufen?
Ausfälle gibt es nicht wirklich. Sogar Kapitän David Alaba wird in den letzten 20 bis 25 Minuten zu sehen sein, wie Ralf Rangnick ankündigte. Die zuletzt geschonten Xaver Schlager und Konrad Laimer werden laut Teamchef ebenso in der Startelf stehen wie Patrick Wimmer und Tormann Patrick Pentz. Für Nicolas Seiwald reißt eine Serie: Der 24-Jährige wird erstmals seit 36 Länderspielen auf der Bank Platz nehmen. Gutes Omen: Auch ohne Seiwald von Beginn gab es damals beim Rangnick-Debüt in der Nations League im Juni 2022 einen 3:0-Sieg in Kroatien. Im Sturm ist Marko Arnautovic zu erwarten, wenngleich sich Rangnick dazu nicht äußerte. Indes kündigte der Deutsche an, das Wechselkontingent von elf Spielern wieder annähernd ausschöpfen zu wollen.
So könnte Österreich einlaufen
- Warum testet Österreich gegen Südkorea?
Weil das ÖFB-Team so wie gegen Ghana weiterhin gegen Teams anderer Kontinente Erfahrungen sammeln will. Dazu spielen die Südkoreaner wie WM-Gegner Jordanien auch hin und wieder mit einer Dreierkette in der Abwehr. Weil die Asiaten grundsätzlich gerne spielerisch agieren und sich nicht hinten reinstellen, dürfte es für Rangnicks Team auch die Möglichkeit geben, das eigene Pressing weiter zu üben.
- Kann sich das ÖFB-Team nach dem 5:1 gegen Ghana noch weiter steigern?
Mit Sicherheit beim Thema „Restverteidigung“, also beim Absichern im eigenen Ballbesitz. Gegen Ghana wurde es in Halbzeit eins hinten drei Mal brenzlig, nachdem die Österreicher wie so oft hoch aufgerückt waren, die Afrikaner einen gewonnenen Ball schnell nach vorne droschen und Danso zwei Mal und Grillitsch ein weiteres Mal in ein Laufduell mit Stürmer Adu mussten. Immer mit der Gefahr, bei einem Foul Rot zu sehen. Hier gilt es für die Innenverteidiger, zu zweit näher beieinander zu stehen, um gegen eine schnelle Spitze Überzahl zu schaffen.
- Wie stark ist Südkorea?
Das Land ist seit 1986 bei jeder WM dabei. Der größte Erfolg gelang 2002, als man unter Guus Hiddink Vierter wurde. Über das heutige Team sagt das natürlich nichts aus. Fakt ist: Superstar Heung-min Son ist mit 33 Jahren immer noch gut in Schuss, auch wenn er nach zehn Jahren bei Tottenham seit 2025 „nur noch“ in den USA beim Los Angeles FC spielt. In Österreich bekannt ist Ex-Salzburg-Stürmer Hee-chan Hwang sowie Austrias linker Verteidiger Tae-seok Lee. Bekannt ist auch Bayerns Verteidiger Min-jae Kim, der wertvollste Kicker ist der offensive Mittelfeldspieler Kang-in Lee von Champions-League-Sieger Paris SG mit 25 Millionen Euro Marktwert.
Gegen Österreichs WM-Gegner Jordanien gab es in der Asien-Qualifikation einen 2:0-Sieg, sowie ein 1:1 Unentschieden. Am Samstag gab es gegen die Elfenbeinküste ein 0:4. „Aber da hatten sie drei Stangenschüsse“, relativiert Ralf Rangnick. Koreanische Journalisten erwarten, dass Teamchef Hong diesmal seine beste Elf aufbietet. Rangnick: „Sie sind kompakt, diszipliniert und haben viele schnelle Spieler.“
Die gilt es zu stoppen, will Rangnicks Team einen neuen ÖFB-Rekord aufstellen. Bleibt seine Auswahl auch im 13. Heimspiel in Folge ungeschlagen, wäre das eine Premiere. „Aber für mich steht das nicht an erster Stelle, dafür können wir uns nichts kaufen.“
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