Wie ÖFB-Debütant Affengruber die WM-Chance ergreifen will
David Affengruber
Die WM bringt es mit sich, dass sich Ralf Rangnick noch den einen oder anderen Spieler persönlich ansieht, der noch nie im ÖFB-Team dabei war. So ist es auch bei David Affengruber. Der Spanien-Legionär von Elche hatte die kürzeste Anreise zum Trainingslager nach Marbella und strahlt mit der spanischen Sonne um die Wette. „Ich freue mich, dass ich hier sein darf, es war immer ein Ziel von mir und ist eine Bestätigung dafür, dass mein Weg kein falscher war.“
Der 25-jährige Mostviertler hatte 2024 seinen Vertrag bei Sturm Graz nicht verlängert, ohne dabei schon einen neuen Klub an der Hand zu haben. Erst im August unterschrieb er schließlich beim spanischen Zweitligisten Elche, mit dem er 2025 den Aufstieg schaffte und nun in der spanischen La Liga um den Klassenerhalt kämpft.
Da Österreich auf der Position der Innenverteidiger traditionell gut aufgestellt ist, ist es auch für einen Spanien-Legionär nicht leicht, sich im Nationalteam durchzusetzen. „Konkurrenz ist gut, wir haben richtig viele gute Spieler.“ Natürlich sei es sein Ziel, am Ende auch zur WM zu fahren. „Dafür heißt es, diese Woche Leistung zu zeigen.“
"Ich bin, wer ich bin"
Inwiefern man in einer kurzen Woche mit drei Trainingseinheiten auf sich aufmerksam machen kann? „Ich trainiere ganz normal, mach das, was ich immer mache. Ich bin, wer ich bin und werde das hoffentlich gut rüber bringen.“
Ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Ralf Rangnick gab es bisher nicht. Am Dienstagabend stand jedenfalls eine Video-Schulung für alle neuen Teamspieler auf dem Programm, die dazu dient, die Prinzipien im Spiel des ÖFB-Teams zu übermitteln.
Neben Affengruber hat Rangnick diesmal mit Lienhart, Danso, Friedl, Svoboda, Wöber und Alaba noch sechs weitere Innenverteidiger einberufen. Bei den rekonvaleszenten Wöber und Alaba sind aber keine Einsätze geplant. Ob sich für den Neuling gegen Ghana oder Südkorea ein Länderspiel-Debüt ausgeht? „Wenn es so ist, freue ich mich. Wenn nicht, heißt es weiterarbeiten.“
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