Sport | Fußball
21.06.2018

Noch zwei Rapid-Kandidaten: Warten auf Ivan, Hoffen auf Grbic

Der Transfer von Krasnodars Andrei Ivan steht vor dem Abschluss, Altachs Adrian Grbic ist ein Thema.

Fredy Bickel hat sich die Latte selbst sehr hoch gelegt. Bis zum Trainingsstart sollte der Kader stehen. Das gab es bei Rapid noch nicht so oft, soll aber die nach oben geschraubten Ziele – Einzug in die Europa League, Platz unter den Top-2 in der Liga – näherrücken lassen. Mittwochnachmittag fehlte dem Sportdirektor allerdings noch der eine erwartete erfreuliche Anruf aus Russland.

Neben den Zugängen Pavlovic, Potzmann, Knasmüllner und Martic soll noch Andrei Ivan von Krasnodar kommen. „Eigentlich sind wir in den Gesprächen weiter als weit“, sagt Trainer Goran Djuricin nach seinem Urlaub. „Und Ivan will auch unbedingt zu uns.“ Der 21-jährige Rumäne kann rechts am Flügel spielen und auch ganz vorne. „In ein, zwei Tagen“ soll dann laut Trainer auch das grüne Licht vom russischen Europacup-Starter zu einem Leihvertrag samt Option kommen. Derweil versucht Bickel, die Alternativkandidaten im Rennen zu halten, also um Geduld zu bitten.

Wäre der Kader mit Ivan vollständig? „Wir wollen in die Gruppenphase der Europa League und rotieren, Kvilitaia wird uns während der Qualifikation wegen der Verletzung aber nicht zur Verfügung stehen. Da wäre ein zusätzlicher Stürmer schon sehr hilfreich“, sagt Djuricin.

Grbic als Kandidat

Ein weiterer Legionär wäre aufgrund des Ö-Topfes nicht sinnvoll, die Auswahl der Österreicher ist (auch aufgrund der schweren Verletzung von Kalajdzic) klein. Ein Kandidat laut KURIER-Recherchen: Adrian Grbic. „Ein interessanter Spieler“, sagt Djuricin. Bickel meint ebenso knapp: „Grbic könnte noch interessant werden.“

Der Altacher hat in der vergangenen Saison sieben Tore geschossen und ist noch ein Jahr unter Vertrag. 2012 ist der heute 21-Jährige um 300.000 Euro Ausbildungsentschädigung von Rapid zu Stuttgart gewechselt, der Durchbruch blieb aber aus.

Jetzt sagt Altach-Sportdirektor Georg Zellhofer: „Da es keine offizielle Transferanfrage von Rapid gibt, sage ich nichts zu einer möglichen Ablöse.“ Für Djuricins Wunsch nach einem zusätzlichen Mittelstürmer müsste jedenfalls der Finanzplan (ausgeglichenes Transfersaldo) abgeändert werden. Pavlovic und Knasmüllner kosteten gemeinsam rund zwei Millionen. Mit der Leihgebühr für Ivan dürfte dann der Netto-Erlös von Rapid am Schaub-Transfer bereits aufgebraucht sein. Es gab nämlich erhebliche Beteiligungen an der von Köln bezahlten fixen Ablöse.

20 bis 30 Spieler

Beim ersten Training hinter dem Allianz Stadion waren 20 Spieler dabei, Stürmer Andrija Pavlovic konnte zumindest mit perfektem Englisch imponieren. Mit den noch urlaubenden Teamspielern, den Langzeitverletzten sowie ein, zwei Neuen könnten bald 30 Kicker auf dem Rasen stehen. „Bis zum Trainingslager können sich alle empfehlen, auch die Jungen“, sagt Djuricin. „Es wird gleich hart zur Sache gehen. Das ist eine interne Qualifikation.“