Sport | Fußball
06.12.2018

Neues Buch: Zehn Rapidler legten ihr Glaubensbekenntnis ab

Nach Gesprächen mit „Rapid-Pfarrer“ Christoph Pelczar wurden erstaunlich persönliche, religiöse Einblicke veröffentlicht.

Im Frühjahr wurde Rapid vom Papst zu einer Privataudienz in den Vatikan eingeladen. Auffallend war, wie viele Spieler mit großen Emotionen vom Treffen mit dem Kirchenoberhaupt berichteten. Die in Hütteldorf für das Jahr 2018 ungewöhnlich hohe Dichte an gläubigen Christen zeigt sich auch in einem neuen Buch.

„Rapid-Pfarrer“ Christoph Pelczar sprach mit Kickern und Vereinsmitarbeitern über ihre Kraftquellen, ihre Werte und ganz explizit über ihr Verhältnis zu Gott. Der gebürtige Pole ist als Seelsorger für den Verein tätig und nimmt im Andachtsraum des Allianz Stadions im grün-weißen Messgewand regelmäßig Trauungen und Taufen vor.

Gleich zehn aktuelle Spieler (darunter alle drei Torhüter), zwei ehemalige (Hofmann, Schaub), Klubserviceleiter Marek sowie zwei Physiotherapeuten geben im Buch „Glaube.Liebe.Rapid“ erstaunlich persönliche, religiöse Einblicke.

Ljubicic im Fokus

„Ich spüre Gott jeden Tag, mein Leben könnte ohne ihn nicht existieren“, betont Dejan Ljubicic, der das Buch-Cover ziert. Ljubicic hatte im Jänner nach dem „Moschee-Skandal“ (er warf im Heimaturlaub nächtens betrunken Flaschen gegen eine Moschee) bei Pelczar um Hilfe angesucht. "Wie er daraus gelernt hat und gewachsen ist, verdient Respekt", sagt der Pfarrer.

Das Buch (Preis: 18,99 Euro) ist im Wiener Dom-Verlag erschienen. Geschäftsführer Carl Rauch will bewusst die große Gruppe der Rapid-Fans ansprechen. Wobei der Bestseller „Gotteslob“ unerreicht bleiben wird: Vom Liederbuch wurden mehr als 500.000 Stück verkauft.