Gemeinsam gegen Rassismus: Die Spieler von PSG (in Blau) und Basaksehir vor dem Wiederanpfiff der am Dienstag abgebrochenen Partie

© EPA/IAN LANGSDON

Sport Fußball
12/13/2020

Nächste Runde im Rassismus-Skandal zwischen PSG und Basaksehir

Die Uefa ermittelt nach den Vorfällen um den vierten Offiziellen Sebastian Coltescu nun auch gegen den türkischen Klub

Die Skandal-Partie in der letzten Runde der Champions-League-Gruppenphase zwischen Paris St-Germain und Basaksehir Istanbul bekommt ein weiteres Nachspiel. Am Dienstagabend war das Spiel abgebrochen worden, nachdem der rumänische vierte Offizielle Sebastian Coltescu Pierre Webó, den Co-Trainer der Türken, rassistisch beleidigt haben soll. Dem Hauptschiedsrichter soll er per Funk mitgeteilt haben: „Der Schwarze da drüben. Schau mal, wer das ist. Der Schwarze da drüben, so kann er sich nicht verhalten.“ Der Kameruner Webó reagierte heftig, sah die Rote Karte - und nach einiger Aufregung verließen beide Mannschaften aus Protest das Feld.

Nun aber wurden neue Details bekannt: Der rumänische Journalist Emanuel Rosu hat die Vorfälle ausgewertet und auf Twitter nachgezeichnet. In der zehnten Minute beschwert sich Basaksehirs Trainer Okan Buruk bei Coltescu wegen einer Gelben Karte: „Das war das erste Foul, wir spielen nicht Basketball.“ Coltescu versucht ihn zu besänftigen, doch Okan setzt noch eins drauf: „Das ist nicht Rumänien, wir kommen aus der Türkei“, erklärt der Trainer.

In der 14. Minute eskaliert schließlich die Situation, als Coltescu Basaksehirs Co-Trainer Pierre Webó rassistisch beleidigt. Coltescu versucht zu erklären, dass er auf Rumänisch das Wort „schwarz“ benutzt habe. Daraufhin entgegnet Okan: „In meinem Land sind Rumänen Zigeuner. Aber ich kann auch nicht Zigeuner sagen.“ Die Untersuchungen der UEFA laufen unterdessen weiter.

Die am Mittwoch fortgesetzte Partie gewann dann Paris St-Germain übrigens mit 5:1.

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