Gernot Trauner ist wieder in der Luft gefragt

© APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA

Sport Fußball
10/01/2020

Millionen-Spiel in Lissabon: Was im EL-Play-off für den LASK spricht

Ein Spiel bei Sporting entscheidet über Millionen. Warum sich der LASK trotz Außenseiterrolle Hoffnungen machen darf.

von Andreas Heidenreich

Ob Charleroi, Rosenborg oder Liberec – bei der Auslosung der Paarungen im Play-off zur Europa League hätte es zumindest der Papierform nach schwächere Gegner für den LASK gegeben als Sporting Lissabon. Auf den ersten Blick sind die Portugiesen gegen den Vorjahresvierten der Bundesliga klarer Favorit, wie auch der Vergleich einiger Zahlen beweist.

Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auf: Die Linzer haben gleich einige Strohhalme, an die man sich klammern kann vor dem Duell mit dem 18-fachen portugiesischen Meister. Warum der LASK am Donnerstag (21 Uhr, live ORF1) gute Chancen hat, als vierter ÖFB-Klub in eine Gruppenphase einzuziehen:

  • Gute Erfahrungen

Bereits im Vorjahr trafen die beiden Teams in der Gruppenphase aufeinander. Die Linzer verloren auswärts als besseres Team 1:2, gewannen das Heimspiel mit 3:0 und kürten sich zum Gruppensieger.

  • Aderlass

Die Portugiesen haben ihren besten Spieler im Winter verkauft. Bruno Fernandes wechselte als Rekordtransfer der Klubgeschichte um 55 Millionen Euro zu Manchester United. Mit dem Geld wurde nicht nachgerüstet, sondern wurden Löcher in der Klubkasse gestopft.

  • Spielanlage

Die Portugiesen sollten dem LASK „liegen“. Sie setzen auf einen kontinuierlichen flachen Spielaufbau – genau so, wie es die Linzer mit ihrem aggressiven Angriffspressing am liebsten haben. Bei Standardsituationen gelten sie als fehleranfällig – genau hier liegt eine weitere Stärke des LASK.

  • Corona-Probleme

Vor zwei Wochen wurden neun Spieler sowie Chefcoach Rúben Amorim positiv getestet. Am Mittwoch waren es nur noch drei Spieler, die eher nicht zum Stamm zählen. Amorim, der wieder coachen kann, kann also nahezu aus dem Vollen schöpfen. Dennoch: Der Trainingsbetrieb war zuletzt nicht ideal, Sporting ist noch nicht auf der Höhe.

  • LASK-Form

Beim 7:0 gegen Dunajska Streda ist den Linzern der berühmte Knopf aufgegangen, auch beim 3:1 gegen den WAC war man dominant. 10:1 Tore in zwei wichtigen Partien zeugen von Selbstvertrauen.

  • Nerven

Zwar wäre nach der jüngsten erfolgreichen Saison auch beim LASK ein Verpassen der Gruppenphase eine Enttäuschung, doch mehr Druck liegt bei den Portugiesen. Sporting muss aus Prestige und im Corona-Jahr auch aus finanziellen Gründen in die Europa League.

Dort gibt es zwar nicht so viel Geld zu verdienen wie in der Champions League, die Einnahmen sind aber dennoch allerhand. Für die Teilnahme an der Gruppenphase zahlte die UEFA im Vorjahr 2,92 Millionen Euro Startgeld. 570.00 Euro war 2019/’20 ein Sieg wert, ein Remis brachte 190.000 Euro. Die Prämien für die neue Saison wurden noch nicht veröffentlicht, sollen laut KURIER-Informationen aber gleich bleiben.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.