Kapitän Rooney und seine Kollegen feierten mit dem Pokal

© REUTERS/Jason Cairnduff

FUSSBALL
05/21/2016

Manchester United gewinnt den FA-Cup

Crystal Palace ging in Führung, doch Manchester rettete sich in die Verlängerung und gewann 2:1.

Manchester United hat zum zwölfen Mal den englischen Pokal gewonnen. Die Red Devils bezwangen am Samstag Crystal Palace mit 2:1 nach Verlängerung. Nach der regulären Spielzeit stand es zwischen den beiden Premier-League-Clubs 1:1. Jesse Lingard sorgte im Londoner Wembley-Stadion mit seinem Treffer in der 111. Minute der Verlängerung für die Entscheidung im 135. FA-Cup-Finale.
Für United-Trainer Louis van Gaal war es im zweiten Jahr der erste Titel mit seinem Club. Dennoch könnte es für den Niederländer das letzte Spiel als Manchester-Coach gewesen sein. Nachdem der englische Rekordmeister in der Liga die Champions-League-Qualifikation verpasst hatte, soll angeblich José Mourinho in der kommenden Saison übernehmen.

Titelhamster Louis van Gaal
„Es ist fantastisch, dass wir den Titel gewinnen konnten. Für den Club, für die Fans und natürlich auch für mich. Ich habe jetzt in vier Ländern den Pokal gewonnen. Dies können nicht viele Trainer von sich behaupten“, sagte van Gaal. Die Red Devils waren vor 88.619 Zuschauern fast über die gesamte Spieldauer die dominierende Mannschaft. Allerdings schaffte es die Offensive um Kapitän Wayne Rooney zu selten, richtig gefährlich vor das Tor von Crystal Palace zu kommen. In der zweiten Hälfte erhöhte Manchester United nochmals den Druck und hatten zwei Mal Pech. Erst schoss der Belgier Marouane Fellaini aus knapp acht Metern an die Latte (53. Minute), dann köpfte Martial acht Minuten später von der Strafraummitte an die linke Stange.
Danach musste van Gaal innerhalb von sechs Minuten zweimal aus Verletzungsgründen umstellen. Erst schied der Argentinier Marcos Rojo aus, dann musste Supertalent Marcus Rashford angeschlagen ausgewechselt werden. Noch bitterer kam es für United in der 78. Minute. Nach einem langen Ball von Abwehrspieler Ward tauchte Jason Puncheon auf der linken Seite freistehend vor Torhüter David De Gea auf und traf zur überraschenden Palace-Führung.

Manchester mit Charakter
Der englische Rekordmeister zeigte sich allerdings unbeeindruckt von dem 0:1. Vor allem Rooney übernahm Verantwortung und besaß am Ausgleichstreffer drei Minuten später einen großen Anteil. Der Stürmer dribbelte sich mit einem 30-Meter-Solo in den Strafraum, passte auf Fellaini, der per Kopf den freistehenden Juan Mata in Szene setzte. Der Spanier nahm den Ball aus der Luft, und mit Hilfe von Ward, der den Schuss abfälschte, landete der Ball unhaltbar für Torhüter Wayne Hennessey im Netz.
In der Verlängerung sah zunächst United-Abwehrspieler Chris Smalling in der 105. Minute die Gelb-Rote Karte, dann kam die große Stunde von Lingard: Der eingewechselte Offensivspieler schoss den Ball aus knapp 16 Metern unhaltbar für Keeper Hennessey ins Palace-Tor. „Ich sah den Ball direkt auf mich zukommen und habe alles in den Schuss geworfen, was ich hatte. Dann war er drin“, sagte der Torschütze.

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