Maierhofers Wechsel nach Köln ist fix

Duisburg's Maierhofer celebrates a goal against Ka
Foto: Reuters/INA FASSBENDER Maierhofer spielte schon in der zweiten deutschen Bundesliga - für Koblenz, Greuther Fürth und Duisburg.

Der Stürmer einigte sich mit dem deutschen Zweitligisten auf einen Vertrag bis Saisonende.

Das Packen seiner Koffer hat sich für Stefan Maierhofer doch ausgezahlt. Der 30-Jährige wird dem 1. FC Köln ins Trainingslager nach Belek nachfliegen. Denn sein Wechsel zum deutschen Zweitligisten ist seit Mittwoch fix.

"Diese neue Herausforderung ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt", meint Maierhofer, der erst am Montag seinen Vertrag bei Salzburg einvernehmlich aufgelöst hat. Für den Stürmer ist es eine Rückkehr nach Deutschland, wo er schon für Bayern München, Koblenz, Greuther Fürth und Duisburg gespielt hat.

"Ich freue mich auf den FC Köln und sein starkes Team, auf ein tolles Stadion und die leidenschaftlichen Fans! Gerade für Spieler wie mich, ist es immer besser, vor 30.000 Fans zu spielen. Ich hatte zudem einige sehr positive Gespräche mit Köln-Trainer Holger Stanislawski, der mich unbedingt haben wollte", sagt Maierhofer.

Aufstiegschancen

Die Kölner liegen nach dem Abstieg aus der Bundesliga derzeit auf Platz neun in der 2. Liga, haben aber noch Chancen, den dritten Platz zu erreichen. Der Drittplatzierte spielt nach Saisonende gegen den Drittletzten der Bundesliga um einen Platz in der deutschen Eliteliga.

Maierhofer erhielt zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende.

Der gebürtige Niederösterreicher spielt in seiner Jugend unter anderem für die Vienna und Langenrohr, bevor es ihn 2005 nach Deutschland ins Regionalliga-Team des FC Bayern verschlägt. Herausragend ist die Körpergröße von 202 Zentimetern, nicht das fußballerische Talent des Stürmers. Und doch schafft er es in die Profi-Mannschaft der Bayern, für die er am 28. Oktober 2006 gegen Eintracht Frankfurt debütiert. Nach zwei Zwischenstopps in der zweiten deutschen Bundesliga kehrt Maierhofer im Jänner 2008 in die Heimat zurück, um fortan für den österreichischen Rekordmeister aufzugeigen. Die Rapid-Fans nennen die Verpflichtung "peinlich". Maierhofer zeigt sich unbeeindruckt. Groß, größer, am größten: Das Mundwerk des "Langen" passt sich in seiner Ausdehnung dem restlichen Körper an. Maierhofers Ansage über Rapid ins Nationalteam und eine europäische Topliga gelangen zu wollen, wird bestenfalls müde belächelt. Doch Maierhofer verliert das Ziel nie aus den Augen. Er kämpft sich mit vollem Einsatz in die Herzen der Rapid-Anhängerschaft, die ihn bald ... ... als Maskenmann feiert. Maierhofers Erfolg spricht für sich: In der Saison 2008/2009 wird der Niederösterreicher mit 23 Treffern Zweiter der Torschützenliste. Er schafft nicht nur den Sprung ins Nationalteam, sondern auch in die Premier League. Allerdings kann der "Lange" sich bei den Wolverhampton Wanderers kein Stammleiberl erkämpfen und landet nach kurzem Intermezzo bei Bristol City schließlich wieder in der zweiten deutschen Bundesliga. Mit dem MSV Duisburg erreicht er in der Saison 2011/2012 das Finale des DFB-Pokals. Mit vier Treffern trägt Maierhofer entscheidend zum Höhenflug Duisburgs bei, wird im Endspiel aufgrund einer Verletzung aber nicht eingesetzt. Im August 2011 wechselt der "Lange" nach Salzburg. Die Saison 2011/12 läuft so, wie sich ein Maierhofer das vorstellt. Mit Salzburg gewinnt er das Double und wird zudem Torschützenkönig in der Bundesliga. Doch in der nächsten Spielzeit muss der Kämpfer einige Rückschläge hinnehmen. Unter Trainer Roger Schmidt ist für Maierhofer kein Platz in der Startelf, er bekommt kaum Einsätze. Auch deshalb entscheidet er sich dafür, das nächste Kapitel seiner Karriere in Köln zu schreiben. Nach nur einem halben Jahr und einem erzielten Treffer muss der Angreifer den Zweitligisten verlassen. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Nach einigen Monaten ohne Vertrag führt ihn sein Weg in die zweite englische Liga zu Millwall. Ebenfalls nur ein Kurz-Engagement. Im November 2014 entschließt sich schließlich Bundesliga-Schlusslicht Wr. Neustadt, den Hünen als Waffe im Kampf gegen Abstieg unter Vertrag zu nehmen. Anschließend geht's zurück nach Millwall, wo sein Vertrag im Sommer aber nicht verlängert wird.
(KURIER) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?