Sport | Fußball
05.12.2011

Lehmann: "Am Ende gewinnen wir"

Jens Lehmann spricht im KURIER-Interview über das Länderspiel und Anforderungen an Torhüter in Europa.

Der ehemalige deutsche Teamtormann Jens Lehmann ist braungebrannt, genießt mit 41 Jahren seine erste wirkliche Auszeit vom Fußball, in der er nur als Experte des TV-Senders Sky arbeitet. Er hat drei Mal gegen Österreich gespielt und dabei eine blütenweiße Weste.

KURIER: Wie ist es, gegen Österreich zu spielen?
Jens Lehmann: Österreich ist ein schönes Land und es sind immer schöne Spiele. Für sich genommen hat Österreich jetzt eine gute Mannschaft, aber ...

Aber was?

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann Deutschland zuletzt gegen Österreich verloren hat. Und das ist gut, wenn das im Unterbewusstsein zementiert ist. Wir wissen, dass es immer schwieriger wird, gegen Österreich zu spielen, aber am Ende gewinnen doch wir. Umgekehrt spielen die Österreicher immer besser, aber sie haben im Kopf: Am Ende verlieren wir.

Können Sie die Namen der drei österreichischen Tormänner nennen?
Ist da nicht ein Wiener dabei und ein Grazer?

Der Grazer heißt Gratzei, der Wiener ist Rapid-Tormann Payer. Und der dritte ist seit Sommer auch in Wien bei der Austria. Grünwald.

Wie alt sind die?

28, bald 30 und 32.
Da werden sie es auch nicht mehr leicht haben, zu einem Topklub ins Ausland zu kommen.

Ist Ihre Reaktion ein Zeichen dafür, dass Österreich eine Tormann-Krise hat?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Bei euch in der Liga sind ja die Anforderungen auch hoch.

Und dennoch gibt es von nicht ganz 20 österreichischen Profis in der ersten Deutschen Bundesliga nur einen - dritten - Tormann.
Die deutsche Liga ist halt doch anspruchsvoller als die österreichische. Bei uns und in England sind die Anforderungen an Torleute anders als in Italien und Spanien. Dort muss man nicht so robust und so groß sein.

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