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Eine starke Hälfte war zu wenig: Rapid verliert gegen den LASK

Der LASK dreht das Spitzenspiel in der Bundesliga nach der Pause und gewinnt mit 3:1 gegen Rapid. Die Linzer sind damit auf dem besten Weg zum Double.
Eine starke Hälfte war zu wenig: Rapid verliert gegen den LASK

Bis zum Frühjahr 2026 hatte der LASK das Double von 1965 als Höhepunkt der Vereinshistorie vorzuweisen. 61 Jahre später rücken die Linzer einem neuerlichen Double immer näher. Rapid war in der ersten Hälfte des ersten Spiels an einem Montag für die Hütteldorfer in der Bundesliga-Geschichte stark und voran, musste sich dem Tabellenführer am Ende aber verdient mit 1:3 (1:0) geschlagen geben.

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup hatte auf Überraschungen verzichtet.  Kara hat sich mit seinem Goldtor gegen Salzburg den Vorzug gegenüber Weimann erkämpft, der Routinier startete erstmals auf der Bank.

LASK-Erfolgscoach Didi Kühbauer hatte trotz der 120 Finalminuten auf eine Rotation nach dem Cuptriumph verzichtet. Lediglich Danek sollte anstelle des angeschlagenen Usor die zuletzt so starke Offensive bereichern.  Kühbauer war zufrieden, wie zurückhaltend nach dem ersten LASK-Titel seit 1965 vom Team gefeiert wurde: „Die Jungs sind gescheiter, als wir es damals waren“. 

Blitzstart von Rapid

Der Flow sollte also ausgenutzt werden – aber dagegen hatten die ballsicheren Gäste etwas. Im tatsächlich nicht ausverkauften Stadion legte Rapid den besseren Start hin. Dahl traf überlegt ins Eck, war davor aber ganz knapp im Abseits (4.).

Das tatsächliche 0:1 leitete Janis Antiste mit einem Fersler ein. Über eine schöne Kombination wurde Bolla freigespielt. Dessen Flanke legte Kara per Kopf perfekt auf für Antiste. Der Franzose war durchgesprintet und vollendete volley (12.).

Nach 20 Minuten war der LASK warmgelaufen, vor allem über Bello links außen wurden Möglichkeiten kreiert. Wirklich gefährlich wurde der Favorit aber nicht. Ganz anders in der 39. Minute: Danek schoss scharf quer durch den Strafraum, Adeniran war frei, aber konnte den Kopfball nicht mehr kontrollieren – drüber.

Rapid-Spieler jubeln

Zuerst jubelten die Rapidler über die Führung

Wenn Rapid über die Viererkette im Spielaufbau nach vorne kombinierte, wurde es brisant – Seidl übersah die Chance zum Abschluss (28.). In Minute 44 kam noch Antiste zu einem Kopfball, der landete über dem Tor.

In der zweiten Spielhälfte wurde der Schlager zur Top-Partie. Nach nur 56 Sekunden verpasste Dahl eine Kara-Hereingabe um Zentimeter. Kalajdzic setzte sich gegen Ahoussou durch und setzte den Ball übers Tor (51.). Der erste Schuss aufs Tor war dann auch drinnen. Sascha Horvath wirbelte und traf nach einem Doppelpass mit Kalajdzic ins Eck.

Spektakuläre Wende

Jörgensen vergab das 2:1, das Stadion tobte (55.). Nach einem Horn-Solo hatten die Rapid-Fans den Torschrei auf den Lippen. Aber Kara traf das Tor nicht. Es ging hin und her. Kalajdzic zeigte, dass er auch schnell ist – Raux-Yao traf den Teamstürmer. Samuel Adeniran verwertete den Elfmeter sicher zum 2:1 (63.). Yusuf Demir, Wurmbrand und Weimann sollten für die Wende sorgen. Näher war das 3:1, aber bei Tornichs Tor war die Hand dabei (73.).

Es war bemerkenswert, wie der Cupsieger überhaupt nicht müde wurde – und sogar die Ruhe für eine perfekte Standardvariante hatte: Moses Usor wurde nach einem Eckball freigespielt, der Joker traf zum 3:1 (75.).

LASK-Spieler jubeln

Am Ende jubelten die Linzer über den Sieg und die Tabellenführung

Im Finish kam mit Gulliksen noch ein zusätzlicher Offensiver und ein Systemwechsel bei Rapid, aber die Fehlerquote war nach der Pause viel zu hoch. Die erste Hedl-Parade gab es erst in Minute 87, gegen Joker Flecker. Im Frust sah Seidl auch noch für ein Foul Rot (97.).

Im Derby geht es für Rapid darum, die Austria auf Distanz zu halten, um zumindest den direkten Europacup-Platz abzusichern.

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