Sport | Fußball
05.12.2011

Lahm: "Ich bin nicht schwul"

Homosexuellen Fußballern rät der Bayern-Kapitän in seinem Buch "Der feine Unterschied" von einem Outing ab.

Wer den Namen ' Philipp Lahm' in das Suchfenster von Google eingibt, erhält eine Reihe von Vorschlägen für den gewünschten Begriff. Unter meinem Namen findet sich an zweiter Stelle die Wortkombination 'Philipp Lahm schwul'. Zuerst einmal: Ich bin nicht schwul", diesen Auszug aus Philipp Lahms Autobiographie "Der feine Unterschied" druckte die Bild-Zeitung am Montag ab.

Lahm weiter: "Ich bin mit meiner Frau Claudia nicht nur zum Schein verheiratet, und ich habe keinen Freund in Köln, mit dem ich in Wahrheit zusammenlebe. Aber ich kenne diese Geschichten. Offenbar läuft in Köln ein Mann herum, der jedem, der es hören will, erzählt, dass er mit mir zusammen ist. Das allein finde ich merkwürdig, und noch merkwürdiger finde ich nur, dass die Story überall kursieren kann und sich im Internet in zahllosen Spekulationen und Mutmaßungen wiederfindet."

Outing

Und wäre er schwul, würde es Lahm nicht zugeben: "Ich würde keinem schwulen Profifußballer raten, sich zu outen. Ich hätte Angst, dass es ihm gehen könnte wie dem englischen Profi Justin Fashanu, der sich nach seinem Outing so in die Enge getrieben fühlte, dass er schließlich Selbstmord beging."

Fashanu ist der bisher einzige Spieler, der sich noch während seiner Karriere geoutet hatte. Der Londoner nahm sich 1998 mit 37 Jahren das Leben.