© APA/AFP/PATRIK STOLLARZ

Sport Fußball
08/18/2020

Angst vor Neymar? "Namen sind für Laimer Schall und Rauch"

Der 23-Jährige vom Wolfgangsee soll im Halbfinale der Champions League die Stars von Paris Saint-Germain stoppen.

von Andreas Heidenreich

Wenn es österreichische Fußballer ins Halbfinale der Champions League schaffen, dann hat das immer noch Seltenheitswert. Bevor David Alaba am Mittwoch mit den Bayern als Favorit ins Duell mit Lyon geht, sind am Dienstag gleich zwei zu sehen: Marcel Sabitzer, der seit 2015 bei RB Leipzig spielt, und Konrad Laimer.

Der Salzburger ist auch vor dem Duell mit Paris Saint-Germain nicht wegzudenken aus der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann. Der 23-Jährige aus Abersee am Wolfgangsee hat sich im zentralen Mittelfeld des deutschen Spitzenklubs etabliert, vor allem, weil er der perfekte Spielertyp für den Fußball von Red Bull ist. Laimer blüht auf, wenn andere auf Tauchstation gehen – nämlich dann, wenn der Gegner den Ball hat. 11,63 km läuft der Teamspieler im Schnitt, und zwar nicht pro Spiel, sondern pro Stunde.

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Ebenso Spitze sind die 15,7 Zweikämpfe, die er pro Partie im Schnitt führt. Dass er dabei gar nicht so viele gewinnt, stört ihn selbst nicht. „Schlussendlich will ich immer den Ball erobern. Manchmal geht's gut, manchmal nicht“, sagte Laimer selbst zu Sky. 50 Prozent der Zweikämpfe gewann er in der noch aktuellen Saison. Der Wert wird auch gedrückt, weil die Duelle Mann gegen Mann nicht selten mit einem Pfiff enden. 60 Fouls hat er in der vergangenen Saison der deutschen Bundesliga begangen. Nur zwei Spieler übertrafen diesen Wert.

Einige dieser Fouls machen freilich auch Sinn, etwa dann, wenn sie den Spielfluss des Gegners stören sollen. Das wird auch gegen die Stars von PSG, gegen die Leipzig freilich Außenseiter ist, nicht anders sein. Diese Rolle scheint ihm auf den Leib geschneidert. Österreichs U-16-Teamchef Hermann Stadler, der Laimer seit Kindheitstagen kennt, sagt: „Der Konny pfeift sich nix. Egal, gegen wen er spielt. Namen sind für ihn Schall und Rauch.“

Vorteil in 90 Minuten

Vermutlich wird ihm auch nicht das Herz in die Hose rutschen, wenn er im Spielertunnel neben den Parisern Neymar oder Mbappé steht. Die Herren aus der Stadt der Liebe haben freilich mehr zu verlieren in Lissabon, wo das Finalturnier der Königsklasse ausgetragen wird. Und es kommt den Leipzigern auch entgegen, dass es in dieser Saison kein Hin- und Rückspiel mehr gibt. „Man kann total an die Grenzen gehen, ohne groß nachzudenken“, betont Laimer. Über 180 oder mehr Minuten könnte die Klasse der großen Stars schon eher zur Geltung kommen.

Gegen Paris geht es darum, den Speed der Franzosen am Ball einzudämmen. „Mit dem Ball sind sie eine der besten Mannschaften Europas“, sagt Leipzigs Tormann Peter Gulacsi. Trainer Julian Nagelsmann meint: „Es wird spannend, wie wir diesen Speed wegkriegen und den Gegner so bearbeiten, dass wir selbst Torchancen erspielen.“ Genau dafür hat er Konrad Laimer.

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