Koch Hauptdarstel­ler im Derby-Vorspiel

Georg Kochs Profikarriere endete 2008 im Hanappi-Stadion.
Foto: apa

Rapid und Austria zeigten sich von der 912.000-Euro-Klage des ehemaligen Rapid-Keepers Georg Koch überrascht.

Die Bestätigung durch den Weltverband kam Freitagfrüh. In einem kurzen eMail brachte die FIFA auf den Punkt, was der KURIER bereits berichtet hatte: Ex-Rapid-Torhüter Georg Koch hat die Wiener Großklubs Rapid und Austria auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Hochoffiziell. Bei der Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten.

Georg Koch fordert bekanntlich 912.000 Euro, da er seit dem 24. August 2008 an Gleichgewichtsstörungen leidet, die zum Karriereende führten. Damals war im Wiener Derby ein Knallkörper, der aus dem Sektor der Austria-Fans geflogen kam, unmittelbar neben seinem rechten Ohr explodiert. Laut Bestimmungen des Fußballbundes haftet auch der Gastverein (also Austria) für das Betragen der ihm zurechenbaren Anhänger. Beim Böllerwerfer soll es sich um einen Jugendlichen gehandelt haben.

Rapid und Austria zeigten sich am Freitag von Kochs Vorgehen überrascht. Austria-Vorstand Markus Kraetschmer geht davon aus, "dass der Verein etwas Schriftliches bekommen wird. Erst danach werden wir dazu Stellung nehmen."

Ähnlich äußerte sich Rapid-Manager Werner Kuhn: "Uns ist zu diesem Thema nichts bekannt. Wir haben damals den Vertrag mit Georg Koch ohne Streit aufgelöst."

Unangenehm ist die Causa in jedem Fall: Die Klagssumme von 912.000 Euro muss in den Klub-Bilanzen rückgestellt werden.

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(kurier) Erstellt am
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