Sport | Fußball
26.11.2018

Knalleffekt: Präsident Krammer zieht sich bei Rapid zurück

Der 58-jährige Niederösterreicher wird im Jahr 2019 nicht zur Wiederwahl antreten.

Rapid zieht. Auch in der Krise. Der VIP-Klub im Allianz Stadion füllte sich Montagabend, rund 1200 Mitglieder waren gekommen, um die Hauptversammlung mit Leben zu erfüllen.

Auf dem Podium waren die Gesichter der Präsidiumsmitglieder und Geschäftsführer durchwegs betroffen. Am Ende der Rede von Präsident Michael Krammer wurde klar, warum.

Krammer sprach unter dem Motto „Wie kann es besser werden“. Trainer Didi Kühbauer gab vor einigen Tagen seine Analyse beim Präsidenten ab (mehr dazu im KURIER am Dienstag).

Das neue Rapid-Trainingszentrum

1/4

Das geplante Rapid-Trainingszentrum

Das geplante Rapid-Trainingszentrum

Das geplante Rapid-Trainingszentrum

Das geplante Rapid-Trainingszentrum

Am Ende stockte der Mobilfunk-Manager. "Ich muss euch noch etwas Persönliches sagen." Der 58-Jährige machte erstmals öffentlich, dass seine Frau vor eineinhalb Jahren an Krebs erkrankt war. "Das war eine harte Prüfung." Und erinnerte Krammer umso mehr an sein Versprechen: "Ich habe meiner Frau 2013 versprochen, nur für maximal zwei Amtszeiten anzutreten. Besonders jetzt ist meine erste Familie wichtiger als meine zweite Rapid. Deswegen werde ich 2019 nicht mehr antreten."

Am Ende gab es noch ein Versprechen: "Dieses Präsidium hat noch ein Jahr. Ich verspreche: Wir werden Rapid wieder aus dieser Scheißgass'n führen." 

In der offiziellen Aussendung heißt es:

 „Mir liegt der SK Rapid unglaublich am Herzen und daher habe ich mir diesen Schritt nicht leicht gemacht. Es stehen – gerade in der aktuell unbefriedigenden sportlichen Situation, aber auch durch das geplante neue Trainingszentrum – große Herausforderungen vor uns, deren Bewältigung ich auch bis zum letzten Tage meiner Amtszeit mit dem gleich großen Engagement wie bisher vorantreiben werde. Danach ist es mir aber wichtig, wieder mehr Zeit für meine Familie, zu haben, das habe ich ihnen schließlich vor meiner ersten Wahl auch versprochen. Es ist wichtig und richtig, dass nun Klarheit herrscht.“

Als Highlight der bisherigen Amtszeit von Michael Krammer bleibt jedenfalls das Jahrhundertprojekt „Neubau Allianz Stadion“.