Im Fokus: Fountas (l.) sorgt bei den Gegnern und Rapid für Wirbel

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Sport Fußball
12/21/2020

Keine Einkäufe oder Abschlüsse: Rapid bleibt im Wartezimmer

Während die Admira Standard-Spezialisten sucht, lässt Corona bei Rapid viele Fragen offen. Trainer Kühbauer muss sich gedulden.

von Alexander Huber

„Sie können sich nicht vorstellen, wie viel wir über Standardsituationen nachdenken und sie trainieren. Entweder wir lernen nicht daraus, oder es fehlt die Qualität.“ Dieser Satz stammt nicht von Didi Kühbauer, sondern von Admira-Trainer Damir Buric – nach dem 0:1 im letzten Spiel des Jahres.

Die größte Schwäche der Hütteldorfer im abgelaufenen Herbst ist auch beim Schlusslicht ein Problem. „Vorne kommen die Bälle nicht“, und hinten wurde nach einem eigentlich schon geklärten Freistoß das entscheidende Rapid-Tor durch Kara kassiert. „Offensivstandards sind das Wichtigste – da fehlt uns ein Spezialist“, analysiert Buric.

Der Kroate ist zuversichtlich, dass die Geldgeber von Flyeralarm dafür „die eine oder andere Verstärkung“ ermöglichen.

Nötiger Sparkurs

Kühbauer hatte zwei große Personalwünsche: Mit Kapitän Schwab verlängern und einen zusätzlichen Flügel verpflichten. Nachdem Rapid vor einem Jahr bei Balic vom LASK überboten wurde, saßen die Linzer auch im Sommer bei Gruber auf dem längeren Ast. Und nun dürften die Grünen bei Grüll (gegen Salzburg) den Kürzeren ziehen.

Und Schwab hatte, wie im KURIER bestätigt, von Rapid eine Verlängerung zu identen Konditionen angeboten bekommen, zog aber das netto wesentlich lukrativere und langfristigere Angebot von PAOK Saloniki vor. 

Erhoffte Neuzugänge wie bei Schlusslicht Admira geplant, bleiben aber unwahrscheinlich. Nur wenn (wesentlich lukrativer) verkauft wird, wäre ein Überraschungstransfer wie vor einem Jahr mit Kara denkbar.

Ein Kandidat für einen Millionen-Deal bleibt Fountas. Auch wenn sein Manager bislang mehr Social-Media-Postings als Transferabschlüsse zu verzeichnen hat.

Zu viele offene Fragen

Die Verantwortlichen in Hütteldorf haben sich entschieden, beim betont vorsichtigen Sparkurs zu bleiben. Es ist auch nicht zu erwarten, dass bereits in der kurzen Winterpause über eine Verlängerung des Trainer-Vertrags verhandelt wird.

Zu viele Fragen sind noch offen: Wird die Corona-Krise neben den Zuschauer- auch weitere Sponsor-Einnahmen kosten? Was kann den Spielern mit auslaufenden, teuren Verträgen überhaupt angeboten werden? Läuft die Regierungshilfe nach den noch bis März insgesamt garantierten 70 Millionen im Sportligenfonds aus?

Kann im Frühjahr mit neuer Energie wieder an das hohe Niveau vom Saisonstart angeschlossen werden?

Kühbauer muss sich also gedulden und hofft auf die Langzeitverletzten: Sowohl Ljubicic als auch Schobesberger und Dibon sollen ab 4. Jänner zumindest teilweise mittrainieren.

„Einige müssen bei Null beginnen, aber trotzdem werden wir mit ihnen mehr Möglichkeiten bekommen“, meint der Burgenländer.

Dibon mit Geduld

Der schmerzlich vermisste Abwehrchef Dibon sagt: „Meine Reha läuft nach Plan. Weil aber im Knie nicht nur das Kreuzband kaputt war, werde ich noch länger keine Zweikämpfe bestreiten können. Das Ziel ist nicht, dass ich nur darauf schaue, möglichst schnell wieder zu spielen. Es soll so gehen, dass ich dann viele Jahre helfen kann.“

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