Sport | Fußball
17.07.2018

In 492 Minuten zum Weltmeister und Premier-League-Sieger

Benjamin Mendy war den Großteil der Saison verletzt. Dennoch schrieb er sich in die Geschichtsbücher ein.

Nur sehr wenige Fußballer können von sich behaupten, WM und Premier League in einer Saison gewonnen zu haben. Benjamin Mendy hat dieses Kunststück heuer zusammengebracht - und stand dabei in allen Spielen nur 492 Minuten am Platz.

Rekord-Transfer

Der französische Linksverteidiger war vergangenen Sommer für eine Rekord-Ablösesumme von 58 Millionen Euro von der AS Monaco zu Manchester City gewechselt. Bis Liverpool im Jänner Virgil Van Dijk für 80 Millionen Euro von Southampton loseiste, war er damit der teuerste Verteidiger aller Zeiten.

Noch sehr früh in der Saison zog sich Mendy einen Kreuzbandriss zu und fiel mehrere Monate aus. Seine Teamkollegen marschierten dennoch eindrucksvoll Richtung Meisterschaft: City holte die meisten Punkte der Premier-League-Geschichte (101) und war obendrein mit 106 erzielten Toren so treffsicher wie kein Team zuvor.

Beim 5-0 gegen Swansea im April gab der 24-Jährige sein Comeback, als er kurz vor Ende eingewechselt wurde. Es folgten noch zwei weitere Auftritte als Joker. Weil er mehr als fünf Spiele bestritten hatte, bekam er auch eine Premier-League-Sieger-Medaille überreicht.

Überraschende Einberufung

Trotz seiner langen Verletzung wurde Mendy von Teamchef Didier Deschamps in den französischen WM-Kader einberufen. Im Gruppenspiel gegen Dänemark wurde er in der 50. Minute eingewechselt, ansonsten kam er aber nicht an Lucas Hernandez vorbei, der von vielen Experten in das Dream-Team der WM gewählt wurde.

Auch wenn der Mann mit senegalesischen Wurzeln kaum zum Einsatz kam, darf er sich nun "Weltmeister" nennen und kann auf eine unvergessliche Spielzeit zurückblicken. Nach dem siegreichen WM-Finale traf Mendy in der Kabine noch Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und brachte ihn zum 'Dabben' (siehe Video unten).