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Sport Fußball
03/05/2020

Halbfinal-Sieg gegen den LASK: Salzburg meldet sich zurück

Der Titelverteidiger gewinnt den Cup-Hit gegen den Bundesliga-Leader und steht im Finale. Dort wartet Lustenau.

von Stephan Blumenschein

Zum siebenten Mal in Folge steht Red Bull Salzburg im ÖFB-Cup-Finale. Gegen Bundesliga-Tabellenführer LASK reichte es am Donnerstag-Abend im zweiten Semifinale zu einem verdienten 1:0-Heimsieg. Finalgegner des sechsmaligen Cupsiegers ist am 1. Mai im Klagenfurter Stadion das Überraschungsteam Austria Lustenau.

SALZBURG - LASK 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 (50.) Hwang.
Rote Karte: Ranftl (LASK).
Gelb-Rote Karte: Mwepu (Salzburg).
Salzburg: Stankovic - Vallci, Ramalho, Ulmer, Wöber - Ashimeru, Szoboszlai, Mwepu - Hwang (83. Berisha), Daka (89. Okafor), Okugawa (92. Onguene).
LASK: Schlager - Filipovic, Wiesinger, Trauner, Ranftl - Renner, Michorl, Holland, Goiginger - Frieser (56. Tetteh), Raguz (56. Klauss).

Salzburg-Trainer Marsch hatte angekündigt, dass er seine stärkste Elf aufbieten werde. Das konnte er aber nicht. Denn Routinier Junuzovic, dem eine Muskelverletzung zu schaffen machte, wurde doch nicht rechtzeitig fit. Weil auch Camara wegen eines Todesfalles in der Familie fehlte, gab Mwepu den Part im defensiven Mittelfeld. LASK-Coach Ismaël konnte hingegen jene Elf aufbieten, die im ersten Bundesligaspiel des Jahres 2020 in Salzburg mit 3:2 gewann.

Leere Ränge

War die Red-Bull-Arena vor drei Wochen mit 17.218 Zuschauern noch ausverkauft, so verirrten sich zum Cup-Semifinale nur 10.021 nach Wals-Siezenheim. Dazu gab's eine Botschaft der LASK-Fans in Richtung Causa Hopp. Das Spiel startete aber wie das letzte Duell der beiden Topteams Österreichs – mit einer großen Chance für Salzburg, die Szoboszlai ausließ (5.).

Was mit Offensivaktionen auf beiden Seiten noch ganz ansehnlich begonnen hatte, entwickelte sich schnell zu einer langweiligen Angelegenheit. Beiden Teams unterliefen im Kombinationsspiel viele Fehler. Diese bremsten immer wieder den Spielfluss. Und auch die extrem ähnliche Spielanlage tat der Partie nicht gut. Der Platz wurde eng gemacht, es boten sich so keine Räume.

Der LASK, der Mitte Februar dreimal nach Outeinwürfen erfolgreich war, setzte wieder alles auf die Standardkarte, konnte diese aber nicht erfolgreich ausspielen, auch wenn die Salzburger einige Male wankten. Der Serienmeister war bis zur Pause dafür spielerisch gefälliger, aber vor dem gegnerischen Tor wieder einmal zu umständlich.

FUSSBALL ÖFB-CUP / HALBFINALE: FC RED BULL SALZBURG - LASK LINZ

So auch in der 38. Minute: Hwang konnte alleine auf das Tor zulaufen, legte aber so ungenau auf Sturmpartner Daka quer, dass dieser auf Szoboszlai zurücklegen musste. Aber auch der Ungar wurde unpräzise angespielt und scheiterte – eine exemplarische Szene.

Torschütze Hwang

Auch Sekunden nach dem Wechsel hatte Szoboszlai noch eine Topchance, scheiterte aber mehr an seiner eigenen Lässigkeit als an Keeper Schlager. Kurz danach war es aber soweit: Der LASK ließ sich auskontern, Daka spielte Hwang frei, der Koreaner schoss ein – 1:0 (50.).

FUSSBALL ÖFB-CUP / HALBFINALE: FC RED BULL SALZBURG - LASK LINZ

Nun waren die Linzer gefordert, taten auch mehr für das Offensivspiel. Ein Kopfball von Klauss (57.) blieb allerdings die einzige Ausgleichschance. Weil Salzburg die vorhandenen Konterchancen meist schlampig zu Ende spielte, wurde es hektisch in der Schlussphase, in der mit Mwepu und Ranftl noch je ein Spieler beider Teams ausgeschlossen wurde.

Mit dem 1:0 nach 99 Minuten beendeten die Salzburger eine Serie von fünf sieglosen Spielen. Der LASK scheiterte zum dritten Mal in vier Jahren im Cup-Semifinale.