Sport | Fußball-WM
03.06.2018

WM-Serie, Teil 23: Mexiko gegen den Achtelfinal-Fluch

Der erste Gegner der Deutschen hat den zweitschnellsten Profi der Welt dabei, Jürgen Damm ist sogar halber Deutscher.

Mexiko trifft in seinem ersten WM-Gruppenspiel am 17. Juni in Moskau auf Titelverteidiger Deutschland. Letzten Sommer gab es beim Confed Cup ein 1:4 gegen Deutschland. Das kleine Finale ging gegen Portugal 1:2 nach Verlängerung verloren. Dabei fiel der kolumbianische Teamchef während der Verlängerung durch ehrverletzende Worte und aggressives Verhalten gegenüber den Spieloffiziellen auf und wurde daraufhin von der FIFA für sechs Pflichtspiele gesperrt.

Auch ohne Juan Carlos Osorio auf der Bank lösten die Mexikaner souverän und schnell das Ticket für Russland. Mexiko ist zum siebenten Mal in Folge bei einer Endrunde, insgesamt zum 16. Mal.

Nun gilt es den Achtelfinalfluch zu beenden. Die Mexikaner überstanden bei den letzten sieben Weltmeisterschaften jeweils die Gruppenphase, doch in der Runde der letzten 16 war jeweils sechs Mal in Folge Schluss. Zwei Mal stand El Tri schon in einem WM-Viertelfinale, das war bei den Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 der Fall. Und die Niederlage gegen die Deutschen im Confed Cup vor einem Jahr passierte immerhin schon im Semifinale. Javier „Chicharito“ Hernández hat sich daher für Russland hohe Ziele gesteckt. Sogar den WM-Titel hält er für sein Land nicht für ausgeschlossen. „Wir streben nicht nur an, in das Viertelfinale zu kommen. Wir werden unsere Ambitionen nicht beschränken“, sagte der Stürmer, der vor einem Jahr von Leverkusen nach West Ham gewechselt ist.

Neben Chicharito ist Hector Herrera vom FC Porto einer der auffälligsten Spieler – nicht nur wegen seiner Segelohren, seiner Sturmfrisur und seiner schiefen Nase. Der Mittelfeldspieler gehört zu den wichtigen Eckpfeilern im Team. Eine interessante Erscheinung ist auch Jürgen Damm und nicht nur, weil er einen deutschen Vater hat. Die FIFA hat ihm attestiert, hinter dem Real-Madrid-Superstar Gareth Bale mit dem Ball am Fuß der zweitschnellste Fußball-Profi der Welt zu sein. Für den Waliser wurden vor zwei Jahren bei einer Studie 36,9 km/h gemessen, für Damm immerhin 35,2 km/h.