Sport | Fußball-WM
29.05.2018

WM-Serie, Teil 19: Der Zahn der Zeit nagt an Beißer Suárez

Uruguay ist Gruppengegner von Gastgeber Russland - von der letzten WM blieb ein Skandal und ein Zahnabdruck.

Österreich spielte sein erstes Länderspiel unter Franco Foda gegen Uruguay und gewann 2:1. Die Südamerikaner stehen bei der WM in einer Gruppe mit Russland, am Mittwoch Fodas vierter Gegner. Luis Suárez fehlte im letzten November. Der Barça- Spieler ist der Star der Truppe und hat vor vier Jahren für einen der großen Eklats bei der WM in Brasilien gesorgt: Der Stürmer hatte den Italiener Giorgio Chiellini in der Vorrunde in die Schulter gebissen. Uruguay schied ohne ihn im Achtelfinale aus. Doch der Beißer ist zahmer geworden, zudem nagt am 31-Jährigen der Zahn der Zeit. Zusammen mit Edinson Cavani und Diego Godin soll er als Führungsspieler Uruguay in die K.-o.-Phase führen.

12 Mal nahm das Land mit nur 3,3 Millionen Einwohnern schon an einer WM teil, holte 1930 den Titel bei der ersten WM und 1950 jenen bei der vierten WM. Von 1978 bis 2006 jedoch konnte sich Uruguay nicht einmal qualifizieren. 2006 übernahm Óscar Tabárez das Amt des Teamchefs, und mit dem heute 71-Jährigen wendete sich das Blatt. 2010 war Uruguay wieder bei der WM – und wurde Vierter. 2014 gab es das Aus im Achtelfinale gegen Kolumbien. Und für 2018 qualifizierte man sich locker als Zweiter der Südamerikagruppe – noch vor Argentinien und Kolumbien.

Bei Länderspielen steht „ El MaestroTabárez kaum noch an der Seitenlinie. Er leidet an einer Erkrankung des peripheren Nervensystems, geht oft an Krücken – und muss manchmal sogar einen Rollstuhl benutzen.