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WM-Flair in Santa Barbara: Von Fußballfans und Traum-Tänzern

Spielt Mexiko, geht es in Santa Barbara rund. Es wird mitgefiebert und gefeiert. Ein Lokalaugenschein.
Alexander Strecha aus Santa Barbara
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Wenn Mexiko bei dieser WM spielt, ist in der State Street von Santa Barbara der Bär los. Bevölkert wird sie von Menschen in grünen Trikots. 

In den vielen mexikanischen Lokalen wird gebannt auf die Leinwände gestarrt, dazwischen wie mechanisch an den mexikanischen Bieren „Modelo“ oder „Pacifico“ genuckelt. Auch der Griff zu den Tacos und Nachos klappt wie von Geisterhand.

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Die WM ist längst angekommen in der Stadt an der kalifornischen Westküste. Dort, wo das österreichische Nationalteam sein Hauptquartier aufgeschlagen hat. Und die rot-weiß-roten Kicker sind ab und zu auch in der Einkaufsstraße zu sehen, wenn es die Zeit bzw. Teamchef Ralf Rangnick zulässt.

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Dann flanieren sie mit ihren Familien entspannt durch die Fußgängerzone oder sitzen bei einem Kaffee. Die meisten mit einem tief ins Gesicht gezogenen Kapperl. Man ist ja inkognito.

Total Pokal

Mittwoch, 18 Uhr, Mexiko trifft auf Tschechien, die Lokale sind brechend voll. Ernesto hat sogar den WM-Pokal mitgebracht, ein richtig schweres Trumm. An seiner Seite ein weiblicher Fan mit Brasilien-Leiberl. Nur nicht provozieren lassen!

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Ob Mexiko die Trophäe holen wird? „Nein, das wird sich nicht ausgehen. Aber wir haben eine gute Mannschaft, wir können schon weit kommen im Turnier. Tschechien schlagen wir 2:0.“ Knapp daneben ist auch vorbei, lieber Ernesto, unterschätze deine Mexikaner nicht! Sie gewinnen am Ende 3:0.

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Durchs Bild huscht auch eine Dame mit Mexiko-Trikot und auffallendem Federschmuck auf dem Kopf, der an die Azteken-Herrschaft erinnert. Doch dafür ist sie eindeutig zu jung.

 Vom „Baja Sharkeez“ geht es per Wechselpass über die State Street in die „Special Brewing Company“. Die Köpfe sind auf die Bildschirme gerichtet, ein Aufschrei geht durch den Raum, als der linke Fernseher kein Signal mehr hat und man für kurze Zeit schwarzsieht. Wenig später sind alle im Bilde, als Mexiko in Führung geht.

Expertisen

Nur drei junge Damen interessiert das herzlich wenig, seit 30 Minuten schicken sie ihren Mobiltelefonen Kussmünder für Selfies zu. Das Spiel hat wenig Influence auf sie. Ebenso auf eine Gruppe, die mitten auf der Straße einen Tanzkurs abhält. Im Wiegeschritt gleitet man über den Asphalt nach den Anweisungen des Tanzlehrers. Welch Kontrast.

Michelle wiederum verfolgt das Geschehen aufmerksam und teilt ihre Leidenschaft für Fußball auch gerne mit. „Ich bin bei jedem Mexiko-Spiel hier.“ Ob auch so viel los ist, wenn die USA spielen? „Nein, da ist schon ein Unterschied. In Mexiko hat der Fußball eine ganz andere Tradition und einen sehr hohen Stellenwert, wir sind eine Fußballnation.“

Fußball-WM Mexiko Fans

Mexiko, so meint sie, werde dann doch nicht Weltmeister werden. „Ich hoffe aber, dass wir noch ein paar Mal zu Spielen hierherkommen können.“ Auch über Österreich weiß sie Bescheid und dass das ÖFB-Team in Santa Barbara seine Zelte aufgeschlagen hat. „Davon habe ich gehört, ich finde das toll. Ihr habt auch eine gute Mannschaft, die intensiven Fußball spielt.“

Eine Expertin eben.

Daneben steht Mario, seine Kappe ziert ein großes M. Beim letzten Tor ist er des Jubels nicht mehr mächtig, auch sein Spanisch kommt einem spanisch vor, weil er es lallend vorträgt. Zu viele „cervezas“ verhindern eine nüchterne Match-Analyse.

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