Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Bei Ankunft zur Fußball-WM: Iran erinnert an getötete Kinder

Bei der Ankunft des WM-Trosses des Iran in Mexiko erinnerten Spieler und Funktionäre an die 168 getöteten Kinder nach einem Bombenangriff auf eine Schule.
FIFA World Cup 2026 - Team Iran arrives at Tijuana for World Cup

Irans Fußball-Nationalteam hat bei der Ankunft in Mexiko mit Pins an Kinder erinnert, die im Krieg getötet worden sein sollen. Als die Spieler und Funktionäre in Tijuana aus dem Flugzeug stiegen, trugen sie auf ihren Sakkos goldene Anstecknadeln mit der Zahl "168". Damit spielten sie auf die 168 Menschen an, die bei einem Bombenangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans am 28. Februar ums Leben kamen.

Medienberichten zufolge sollen US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich sein, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dazu eine Untersuchung angekündigt. Die iranische Botschaft in Ungarn stellte in einem Beitrag auf X den Bezug des Pins zu dem Bombenangriff her. 

Iran: Politische Botschaften während der WM-Spiele?

Ob die Iraner auch während der WM-Spiele politische Botschaften planen, ist noch nicht bekannt. Die FIFA-Regeln besagen, dass "die Ausrüstung keine politischen, religiösen oder persönlichen Slogans, Aussagen oder Bilder enthalten darf", andernfalls können Spieler und/oder die Mannschaft vom Turnierveranstalter oder der FIFA sanktioniert werden. Dies gilt für alle Spieler und Offiziellen.

Außerdem kritisierte der iranische Fußballverband bei der Ankunft weiter die Verweigerung von Einreisevisa für seine Funktionäre durch die US-Behörden. Insgesamt 15 Funktionäre - darunter auch Verbandschef Mehdi Tadsch - hätten bisher kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden Fußball-WM erhalten, sagte Botschafter Abolfazl Pasandideh. Die Mannschaft muss nach Angaben des Botschafters zudem unmittelbar nach jedem ihrer drei Spiele in Los Angeles und Seattle die USA wieder verlassen und nach Tijuana zurückkehren.

Kommentare