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Sport Fußball
02/15/2021

So sehen die Corona-Regeln für die Europacup-K.o.-Phase aus

Die Heimvereine sind dafür zuständig, dass die angesetzten Spiele stattfinden. Zum Anpfiff müssen beide Teams jeweils mindestens 13 Spieler stellen.

Die UEFA hat auch für die K.o.-Phasen der Champions League und Europa League spezielle Corona-Regeln erlassen. Grundsätzlich sind die gastgebenden Vereine während der Pandemie dafür zuständig, dass die angesetzten Spiele stattfinden. Gelingt dies nicht, etwa durch die Verlegung an einen neutralen Ort oder in beschränktem Maße auf einen anderen Termin, wird die Partie mit 3:0 für den Gastverein gewertet.

Bei den Ausweichquartieren, etwa der Puskas Arena in Budapest, in der der WAC am Donnerstag Tottenham empfängt, sollen die Vereine stets von der UEFA geprüfte Stadien vorschlagen. Europacupspiele außerhalb Europas wird es also auch während der Pandemie kaum geben. Das letzte Wort bei der Suche nach einem neuen Ort oder Termin hat der Kontinentalverband. Über neue Restriktionen der lokalen Behörden müssen die Vereine die UEFA unverzüglich informieren. Verweigert der Gastverein die Teilnahme an einem verlegten Spiel unbegründet, wird die Partie mit 3:0 für den Heimverein gewertet.

Ungarn als beliebtes Ausweichquartier

Zum Anpfiff müssen beide Kontrahenten jeweils mindestens 13 Spieler (inklusive eines Torhüters) stellen. Wird eine Mannschaft von den lokalen Behörde unter Quarantäne gestellt, ist die Verlegung des Spiels noch möglich. Allerdings lässt der enge Spielkalender kaum neue Termine zu. Das Sechzehntelfinale der Europa League, in dem Meister Salzburg am Donnerstag im Hinspiel auf Villarreal trifft und der WAC auf Tottenham, muss bis spätestens 5. März abgeschlossen sein. Für das am Dienstag beginnende Achtelfinale der Champions League gilt der 2. April als Frist für die Austragung von Hin- und Rückspiel.

Der WAC musste für sein Heimspiel nach Budapest ausweichen, weil die österreichischen Behörden eine Ausnahmegenehmigung für die Landung von Tottenhams Chartermaschine aus dem Corona-Hochrisikoland Großbritannien in Klagenfurt verweigerten. In der Puskas Arena tritt zwei Tage vor den Kärntnern am Dienstag bereits RB Leipzig im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Liverpool an. "Wir sind froh, dass wir überhaupt spielen dürfen", sagte Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann. Auch die deutschen Behörden hatten Englands Meister die Einreise verwehrt.

In Ungarn ist das anders. Der EM-Gastgeber richtet am 24. Februar auch noch die Champions-League-Partie von Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City aus. Ungarn gilt beim deutschen Robert-Koch-Institut zwar weiterhin als Risikogebiet, aber nicht als Land, in dem die neuen Corona-Mutationen gefährlich oft auftreten. Der rechtsnationale Regierungschef Viktor Orban setzt in der Bekämpfung der Pandemie nicht auf besonders strenge Grenzkontrollen, sondern unter anderem auf in der EU noch nicht zugelassene, aber auf dem freien Markt verfügbare Impfstoffe aus Russland (Sputnik V) und China (Sinopharm).

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