Spiel des Jahres in England: Arsenal fürchtet ein bitteres Déjà-vu

Leader Arsenal muss im Spitzenspiel zu Verfolger Manchester City. Bei einer Niederlage wird das Titelrennen zur Zitterpartie.
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Eigentlich müsste rund um den FC Arsenal gerade eine riesige Euphorie herrschen. In der Champions League zog der Traditionsklub aus London unter der Woche ins Semifinale ein, die Premier League führt Arsenal sechs Runden vor Schluss mit sechs Punkten Vorsprung auf Manchester City an. Viel besser kann ein Verein im Grunde nicht dastehen.

Leichte Skepsis

Und trotz der guten Ausgangslage ist längst nicht alles eitel Sonnenschein beim FC Arsenal. Vielmehr schwebt gerade eine dunkle Wolke voller Skepsis und Zweifel über dem Klub aus Nordlondon. Ja, Arsenal kann in dieser Saison viel gewinnen, aber das Team hat noch viel mehr zu verlieren.

Kleines Formtief

Noch vor einem Monat durften die Anhänger von einer perfekten Saison und vier Titeln träumen. Seither hat Arsenal das Finale des League Cups verloren (0:2 gegen Manchester City) und ist im Viertelfinale des FA-Cups gegen Zweitligist Southampton ausgeschieden. 

Und nach einigen Ausrutschern in der Premier League gerät nun auch der schon sicher geglaubte erste Meistertitel seit 2004 in Gefahr.

Viele Fans fragen sich mittlerweile: Hat Arsenal sein Pulver womöglich schon verschossen?

Spanier an der Outlinie: Mikel Arteta (Arsenal) und Pep Guardiola (Manchester City)

Spanier an der Outlinie: Mikel Arteta (Arsenal) und Pep Guardiola (Manchester City)

Böse Erinnerungen

Die Antwort darauf wird es am Sonntag geben, wenn der Tabellenführer im Spiel des Jahres zum Verfolger Manchester City muss. Bei einer Niederlage würden die zwischenzeitlich bereits weit abgeschlagenen Citizens nach Verlustpunkten – es wartet noch ein Nachtragsspiel gegen Crystal Palace – mit Arsenal gleichziehen.

Klare Botschaft

Diese brisante Konstellation lässt bei den Anhängern der Gunners unweigerlich dunkle Erinnerungen an die Saison 2022/’23 wach werden. Damals verspielte Arsenal auf der Zielgeraden noch einen Fünf-Punkte-Vorsprung und den Titel. Der Anfang vom bitteren Ende war eine 1:4-Niederlage im April gegen den späteren Meister Manchester City.

Mikel Arteta war damals schon Arsenal-Coach und das Letzte, das der Spanier brauchen könnte, wäre ein Déjà-vu. Für all die Schwarzmaler hat er vor dem Duell mit Manchester City eine klare Botschaft. Genießt doch einfach, wo wir als Verein stehen. Wenn jemand das nicht möchte, ist das auch okay, wir genießen es jedenfalls sehr.“

Im Finale des League Cups setzte sich Manchester City gegen Arsenal im März mit 2:0 durch

Im Finale des League Cups setzte sich Manchester City gegen Arsenal im März mit 2:0 durch

Vorzeitiges Finale

Sein Gegenüber Pep Guardiola weiß, dass das Momentum gerade bei Manchester City liegt. Dem Katalanen ist aber auch bewusst, dass sein siebenter Meistertitel in England noch in weiter Ferne ist. Alles steht und fällt mit dem direkten Duell an diesem Sonntag. „Wenn sie uns schlagen, ist es vorbei. Bei einem Remis auch“, sagt Guardiola.

Mikel Arteta appelliert derweil an den Charakter seiner Spieler. „Jetzt können wir nur noch kämpfen, sonst sind wir raus. Auf diesem Niveau ist das unerlässlich.“

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