Warum Didi Kühbauer Ried-Coach Senft nie mehr die Hand schüttelt

Nach dem 2:1-Erfolg des LASK im Cup-Semifinale in Ried gingen die Wogen hoch. Im Mittelpunkt: Wieder einmal Didi Kühbauer.
FUSSBALL: UNIQA ÖFB CUP/ HALBFINALE / SV OBERBANK RIED - LASK

Partien zwischen Ried und dem LASK haben grundsätzlich schon viel Brisanz. Es ist ein oberösterreichisches Derby, es ist das Duell „Klein gegen Groß“, und wenn dann auch noch auf einer Trainerbank Didi Kühbauer sitzt, dann sind die Emotionen garantiert.

Im ÖFB-Cup-Semifinale ging es am Mittwoch aber noch heißer her als sonst.

Die LASK-Fans feiern den Einzug ins Cup-Finale

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Große Emotionen

Nach dem hitzigen Match, das der LASK in der Verlängerung mit 2:1 gewann (im Finale wartet Altach), gingen die Wogen hoch. Und mittendrin, wie könnte es anders sein, war LASK-Erfolgscoach Didi Kühbauer.

Der Burgenländer verweigerte nach dem Schlusspfiff den obligaten Handshake mit Ried-Coach Maximilian Senft.

Maximilian Senft führte Ried zurück in die Bundesliga

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Bierduschen und Beleidigungen

Kühbauer ärgerte sich über das Verhalten von Senft während der Partie. Der Ried-Coach hätte seine Spieler immer wieder zur Rudelbildung aufgefordert. Auch in Zukunft werde er deshalb Maximilian Senft nicht mehr die Hand schütteln. „Da gibt es kein Zurück mehr.“

Obendrein beschwerte sich Kühbauer über das hitzige Klima im Rieder Stadion und die Beleidigungen seitens des Publikums. „Du kommst her und bist immer der Feind, du wirst teilweise mit Beleidigungen überhäuft, die in Österreich sowieso Überhand nehmen.“

Didi Kühbauer beschwerte sich auch über die vielen Bierduschen, die er einstecken musste. „Muss ich angeschüttet werden? Habe ich was falsch gemacht? Habe ich das 2:1 geschossen? War ich am Feld?“, meinte der LASK-Coach bei der Pressekonferenz.

Deshalb jubelte er vor seinem ORF-Interview auch demonstrativ in Richtung der Rieder Fankurve. Einige aufgebrachte Anhänger sprangen deshalb sogar aufs Feld.

Konter aus Ried

In Ried zeigte man kein Verständnis für das Verhalten und die Aussagen von Didi Kühbauer. „Da braucht man nichts dazu sagen, man kennt ihn“, meinte Ried-Goalie Andreas Leitner.

„Ich wollte das Ganze respektvoll beenden, der andere Trainer nicht“, erklärte Trainer Maximilian Senft nach dem verweigerten Handshake. „Ich habe weder in Österreich noch während meiner Zeit in England, wo es zwischen den Trainerbänken oft noch hitziger zugeht, erlebt, dass ein Handshake verweigert wird.“

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