epa03592629 FC Barcelona's Argentinian forward Lionel Messi reacts during the UEFA Champions League round of 16 first leg soccer match between AC Milan and FC Barcelona at Giuseppe Meazza stadium in Milan, Italy, 20 February 2013. EPA/PIER PAOLO FERRERI

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Champions League
02/21/2013

Fußball-Mächte rücken zusammen

Erneut ist es gelungen, die scheinbar übermächtigen Stars aus Barcelona zu stoppen.

von Andreas Heidenreich

Dem FC Barcelona droht nach dem 0:2 beim AC Milan ebenso das Aus wie Valencia nach dem 1:2 gegen Paris St-Germain. Real Madrid hat nach dem 1:1 gegen Manchester United nicht jene Ausgangsposition fürs Rückspiel, die man sich gewünscht hat. So geht es auch Malaga nach dem 0:1 beim FC Porto.

Ja, tatsächlich: Ein Viertelfinale der Champions League ohne einen einzigen spanischen Klub ist möglich. Nur eine Momentaufnahme? Zurückzuführen auf Faktoren wie Tagesverfassung, Spielverlauf und Glück?

Nicht unbedingt. Fakt ist, dass seit Eintreten der spielerischen Dominanz der spanischen Topteams vor einigen Jahren an allen Ecken und Enden Gegenmittel gesucht werden. Der FC Chelsea hat im Halbfinale des Vorjahres ebenso eines gefunden wie am Mittwoch der AC Milan.

Legale Mittel

"Um Messi zu stoppen, braucht man ein Gewehr", dozierte vor wenigen Tagen noch Juventus-Coach Antonio Conte etwas polemisch. Mitnichten. Die Mailänder hatten legale Mittel parat. Mittels einer kombinierten Mann-Raumdeckung, in der sie den Barça-Star einander immer wieder übergaben und belagerten, schafften sie, was bisher unvorstellbar war: Der Argentinier kam in 90 Minuten zu keinem einzigen Torschuss. Und wenn obendrein Barcelonas Nebendarsteller Iniesta, Xavi oder Pedro nicht in Hochform sind und die Defensive – wie beim 0:2 durch Muntari – Schwächen offenbart, dann sind auch die Spanier zu schlagen.

Die Katalanen werden im Rückspiel am 12. März ein schnelles Tor benötigen, um den Spieß doch noch umzudrehen. Andernfalls ist Barça erstmals seit 2007 im Viertelfinale nicht vertreten. Damals scheiterte man im Achtelfinale mit einem Gesamtscore von 2:2 nur aufgrund der Auswärtstorregel am FC Liverpool.

Erweiterter Kreis

Hinter den Hinspiel-Ergebnissen im Achtelfinale steckt also mehr als nur Tagesverfassung und Glück. Der erlauchte Kreis der Klubs mit dem Anspruch, zur europäischen Elite zu gehören, wurde erweitert. Paris St-Germain etwa zeigt Manchester City vor, dass Geld doch Tore schießen kann, wenn man es richtig investiert. Juventus Turin und Borussia Dortmund sind nach ihren nationalen Erfolgen auch international gereift. Und für die aktuelle Form der Bayern gehen einem derzeit ohnehin die Superlative aus.

Es gibt nicht mehr nur Barcelona und Real. Die Fußball-Mächte sind wieder näher zusammengerückt. Zumindest dem neutralen Fan wird das nur recht sein.

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