Sport | Fußball
05.02.2018

Legionäre: Joker Junuzovic, Künstler Gregoritsch

Zlatko Junuzovic erzielte mit dem 2:1 in der Nachspielzeit ein ganz wichtiges Tor für Werder, Michael Gregortisch traf zum neunten Mal

DEUTSCHE BUNDESLIGA

Gleich drei Österreicher standen beim FC Augsburg am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt in der Startelf: die beiden Innenverteidiger Kevin Danso und Martin Hinteregger und Offensivspieler Michael Gregoritsch. Danso spielte dabei das erste Mal seit seiner Bänderverletzung im Dezember wieder durch, Hinteregger ist bei den Augsburgern ohnehin gesetzt. Für das Highlight der Partie, zumindest aus österreichischer Sicht, sorgte aber Gregoritsch, der mit seinem neunten Saisontor zum 2:0 traf und die Partie damit in der 76. Minute entschied - das Match endete 3:0.

Soowohl Gregoritsch als auch Hinteregger wurden vom kicker für ihre Leistung in die Elf des Tages gewählt. Für Gregoritsch war es die dritte, für Hinteregger, der zum "Spieler des Spiels" ernannt wurde, die zweite Nominierung in dieser Saison.

Für seine Mannschaft noch wichtiger war das Tor von Zlatko Junuzovic. In der 93. Minute erzielte der Teamspieler per Grätsche das 2:1-Siegestor für Werder über Schalke - und das als Joker. Junuzovic kam erst knapp zwanzig Minuten vor Spielende in die Partie. Florian Kainz, der zuletzt zwei Kurzeinsätze verzeichnete, war diesmal nicht im Aufgebot. Bei den Gelsenkirchnern spielte Guido Burgstaller die letzten 25 Minuten, Alessandro Schöpf war verletzungsbedingt nicht im Kader.

Die dritte österreichische Torbeteiligung lieferte Valentino Lazaro für die Hertha. Der Ex-Salzburger legte den Treffer zum 1:1-Endstand durch Salomon Kalou per Flanke auf - es war Lazaros fünfter Assist in dieser Saison. Beim Gegner, der TSG Hoffenheim, spielte Florian Grillitsch durch, Robert Zulj stand das erste Mal für den Klub am Feld. Er wurde in der 71. Minute eingewechselt.

Einen Schritt in die richtige Richtung machte auch der RB Leipzig mit dem 1:0 bei Borussia Mönchengladbach. Der Klub von Trainer Ralph Hasenhüttl gewann zum zweiten Mal im neuen Jahr und klettert somit auf den dritten Tabellenrang. Konrad Laimer und Marcel Sabitzer spielten bei den Leipzigern durch, und sahen beide eine gelbe Karte, Stefan Ilsanker wurde in der 95. Minuten eingewechselt.

Mit einer Blessur zu kämpfen hatte David Alaba, der sich beim Training unter der Woche die Hüfte verriss. Der Wiener wurde beim 2:0 seiner Bayern über den FSV Mainz nach 70 Minuten für Sebastian Rudy eingewechselt.

PREMIER LEAGUE

Dafür reicht es bei Marko Arnautovic noch nicht, der Teamspieler stand bei der 1:3-Niederlage von West Ham in Brighton zum zweiten Mal in Folge wegen einer Oberschenkelverletzung nicht im Kader. Bei Brighton war Markus Suttner ebensowenig im Kader, allerdings nicht verletzungsbedingt.

Dieses Schicksal teilt er sich mit Kevin Wimmer, der seit drei Spielen bei Stoke City auf einen Einsatz wartet. In der Verteidigung der Potters ist ein anderer Österreicher dafür gesetzt: Moritz Bauer spielte auch in seiner vierten Partie auf der Insel durch. Gut läuft es für Stoke trotzdem nicht, das Team liegt nach der 1:2-Niederlage bei Bournemouth auf dem Abstiegsplatz 18.

Auf österreichische Arbeitskräfte setzte auch die Verteidigung von Leicester beim 1:1 gegen Swansea. Aleksandar Dragovic spielte die vierte Partie in Folge für die Foxes durch, Linksverteidiger Christian Fuchs kam zum ersten Mal seit dem Neujahrstag wieder über 90 Minuten zum Einsatz. Leicester liegt in der Tabelle nach wie vor auf Platz 8.

SCHWEIZER SUPER LEAGUE

In der Schweiz endete die Winterpause, wie in Österreich, an diesem Wochenende. Die Young Boys aus Bern unter Trainer Adi Hütter nützten das und bauten mit einem 2:0-Heimsieg über den FC St. Gallen (Tormann Dejan Stojanovic spielte erstmals in dieser Saison, Peter Tschernegg saß auf der Bank) ihren Vorsprung in der Tabelle auf den ersten Verfolger Basel auf fünf Punkte aus.

Erstmals seit dem 19. November konnten auch die Grasshoppers Zürich wieder gewinnen (3:1 in Sion). Bei den Zürchern ist Heinz Lindner im Tor gesetzt, nach einer Adduktorenverletzung spielte Marco Djuricin erstmals wieder von Beginn an und bereitete das 1:0 vor.

NIEDERLÄNDISCHE EREDIVISIE

An seinem 21. Geburtstag bekam Maximilian Wöber, der seit einer Knieverletzung im Dezember noch immer nicht ganz fit ist, Einsatzzeit bei Ajax. Der Ex-Rapidler wurde 18 Minuten vor Schluss eingewechselt, der Hauptstadtklub gewann 3:1 gegen NAC Breda und bleibt somit erster Verfolger des Tabellenführers, dem PSV Eindhoven.

Ganz anders sieht es beim FC Twente aus, der Traditionsklub kämpft gegen den Abstieg. Bei der 0:1-Niederlage beim SC Heerenveen wurde Ex-Austrianer Marko Kvasina in der 82. Minute eingewechselt, Michael Liendl kam beim fünften Ligaspiel in Serie nicht zum Einsatz.