Andreas Schicker (re.) spielte erstmals mit Prothese bei den Profis.

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Erste Liga
03/04/2016

Schicker feierte Profi-Comeback mit Armprothese

Der 29-Jährige wurde bei Wr. Neustadts Remis in Salzburg nach der Pause eingewechselt.

Andreas Schicker verlor im November 2014 durch die Zündung eines Böllers seine linke Hand. Doch, der 29-Jährige gab seine Profi-Karriere nicht auf und kämpfte sich zurück. Am Freitag feierte er mit einer Armprothese sein Comeback auf die große Fußball-Bühne. Beim Auswärtsmatch seines Klubs Wr. Neustadt bei Austria Salzburg wurde Schicker in der Pause eingewechselt. Die Partie endete 2:2.

Mit einem Unentschieden trennten sich im Spitzenspiel Wacker und LASK. Nach dem 1:1 in Innsbruck haben die Tiroler einen Punkt Vorsprung auf den Tabellenzweiten St. Pölten, dessen Serie nach sechs Siegen riss. Die Niederösterreicher mussten sich auswärts bei Austria Lustenau 2:4 geschlagen geben. Unterdessen gewann der FAC bei Austria Klagenfurt mit 2:1 und feierte damit den erst zweiten Saisonsieg. Kapfenberg jubelte im allerletzten Moment über einen 2:1-Heimerfolg über den im Frühjahr nach zwei Spielen noch sieglosen FC Liefering. In der Tabelle überholte Lustenau Liefering und schob sich auf Platz vier. Klagenfurt fiel zwei Plätze auf Rang acht ab.

Spielunterbrechung am Tivoli

Am Tivoli sorgten Linzer Fans für eine Verzögerung, als sie einen Leuchtkörper auf das Spielfeld warfen. Schiedsrichter Alexander Harkam unterbrach daraufhin in der zwölften Minute die Partie und beorderte die Teams für etwa zehn Minuten in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff waren die dynamischen Linzer die tonangebende Mannschaft, ließen aber den letzten Nachdruck vermissen.

In der 32. Minute kam Linksfuß Peter Michorl der Erlösung am nächsten, scheiterte aber mit seinem Freistoß aus 18 Metern. Praktisch im Gegenzug wagten sich die Tiroler erstmals gefährlich nach vorne, Goalgetter Thomas Pichlmann wurde jedoch noch am Abschluss gehindert.

In der 38. Minute machte es der Erste-Liga-Topscorer besser. Gegen den kurzen Haken und seinen platzierten Schuss ins lange Eck war die Linzer Hintermannschaft inklusive Torhüter Pavao Pervan machtlos - Saisontor Nummer 16 für den ehemaligen Italien-Legionär. Der auffällige Michorl (42.) hatte auf der Gegenseite mit einem Distanzschuss kein Glück.

Nach dem Seitenwechsel vergaben Rene Gartler (51.) und Christopher Drazan (56.) aus aussichtsreicher Position für den LASK. Während Wacker zunehmend auf Konter zu lauern schien, hatten die Gäste weiter Vorteile - jedoch wurden die spielerischen Impulse immer weniger.

Im Finish konnten die Linzer aber doch noch zuschlagen: Manuel Kerhe flankte in die Mitte auf den frei stehenden Fabiano, der Brasilianer vollendete in der 92. Minute per Seitfallzieher.

Sobkova machte SKN-Hoffnungen zunichte

Seifedin Chabbi (23.) brachte Lustenau im Reichshofstadion in der 23. Minute in Front, David Stec (33.) nützte auf der Gegenseite einen Fehler von Daniel Sobkova zum 1:1 aus. Nach der Pause verschaffte Julian Wießmeier (49.) den Vorarlbergern mit einem verwandelten Elfmeter wieder einen Vorteil.

Nach einer Stunde legten die aktivere Austria nach. SKN-Kapitän Tomasz Wisio krönte seine alles in allem mäßige Leistung mit einem Eigentor. Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass Torhüter Christoph Riegler weit vor seinem Tor quasi im Blindflug unterwegs war. Die Gäste schöpften durch den Treffer von Patrick Schagerl (89.) spät noch Hoffnung, die machte jedoch Sobkova in der Überspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß zunichte.

Zweiter FAC-Sieg

Am Tabellenende feierte der FAC einen wichtigen Sieg. Furkan Aydogdou traf bereits vor dem Halbzeitpfiff im Doppelpack (9., 20.). Ein fußballerisches Highlight war der zwischenzeitliche Ausgleich der Kärntner durch Patrick Eler (17.), der nach einer Drehung um die eigene Achse in Zidane-Manier einschoss. Der einzige Sieg bis Freitag war den Wienern am 23. Oktober 2015 mit einem 1:0-Sieg in Kapfenberg gelungen.

In Salzburg konnte Wiener Neustadt zweimal eine Austria-Führung ausgleichen. Erst lag die Heimmannschaft durch ein Tor von Andreas Bammer (13.) voran, und ein Gewalt-Freistoß Freistoß von Balakiyem Takougnadi (42.) sorgte für den Gleichstand. In der zweiten Spielhälfte war es Mario Ebenhofer (84.), der den Treffer von Kapitän Ernst Öbster (82.) egalisierte.

Einen späten Sieger gab es in Kapfenberg, wo die Hausherren gegen Liefering in der 36. Minute dank Florian Fleckers Köpfchen die frühe Gäste-Führung durch Xaver Schlager (2.) wettmachten. Der Siegtreffer gelang Marco Perchtold, der in der 94. einen Freistoß via Innenstange ins Eck schickte. Nach sechs sieglosen Spielen war es der erste Dreier für die Obersteirer.

Erste Liga - 21. Runde

Austria Klagenfurt - FAC 1:2 (1:2)
Wörthersee-Stadion, SR Kijas
Tore: Eler (17.) bzw. Aydogdu (9., 20.)

Kapfenberg - Liefering 2:1 (1:1)
Franz Fekete-Stadion, SR Altmann
Tore: Flecker (36.), Perchtold (94.) bzw. Schlager (2.)

Austria Salzburg - Wr. Neustadt 2:2 (1:1)
Salzburg-Maxglan, SR Ouschan
Tore: Bammer (13.), Öbster (82.) bzw. Takougnadi (42.), Ebenhofer (84.)

Austria Lustenau - St. Pölten 4:2 (1:1)
Reichshofstadion, SR Ciochirca
Tore: Chabbi (23.), Wießmeier (49./Elfmeter), Wisio (61./Eigentor), Sobkova (94.) bzw. Stec (33.), Schagerl (89.)

Wacker Innsbruck - LASK Linz 1:1 (1:0)
Tivoli-Stadion Tirol, SR Harkam
Tore: Pichlmann (38.) bzw. Fabiano (92.)

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