Frisch, saftig, bayrisch: Warum sich alle am FC Bayern die Zähne ausbeißen

Der FC Bayern München nach dem 2:1-Sieg in Madrid als Favorit ins Viertelfinal-Rückspiel gegen Real. Das steckt hinter der Bayern-Dominanz.
Harry Kane ist der Torgarant des FC Bayern: Der Engländer hält schon bei 49 Saisontoren

Der FC Bayern geht heute als Favorit ins Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Der Auftritt gegen die Königlichen beim 2:1-Erfolg im Hinspiel im Estadio Bernabeu war ein Bewerbungsschreiben für den Triumph in der Königsklasse. 

Was zeichnet den deutschen Rekordmeister in dieser Saison aus? Warum spielen die Bayern so oft so groß auf?

  • Die Torgefahr

Die Nullnummer hat der FC Bayern nicht in seinem Repertoire. Im Laufe dieser langen Saison hat der deutsche Rekordmeister in jedem Spiel getroffen – und das nicht sehr wenig. 

Torrekord

8:1 (Wolfsburg), 6:0 (Leipzig), 6:1 (Atalanta), die Kantersiege sind Programm und Beleg der Offensivstärke der Bayern, die jetzt schon einen Torrekord in der Bundesliga aufgestellt haben (105 Treffer). 

Das letzte Mal, dass die Münchner kein Tor erzielen konnten, war im letzten Sommer im Viertelfinale der Klub-WM (0:2 gegen Paris SG).

Trainer Vincent Kompany hat sich als Glücksgriff erwiesen

Trainer Vincent Kompany hat sich als Glücksgriff erwiesen

  • Der Trainer

Man kann jetzt nicht behaupten, dass Vincent Kompany im Sommer 2024 die Wunschlösung des FC Bayern war. Der Belgier kam als Notnagel ins Spiel, nachdem der deutsche Rekordmeister bei der Trainersuche mehrere Absagen erteilt bekommen hatte (u. a. von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick).

Heute stellt sich Vincent Kompany als absoluter Glücksgriff heraus. Mit seiner unaufgeregten Art moderiert der junge Coach das Starensemble perfekt, dazu lässt er einen spektakulären Offensivfußball spielen. Inzwischen ringt der attraktive und erfolgreiche Stil des Rekordmeisters sogar bekennenden Bayern-Hassern Respekt ab.

Konrad Laimer ist die Allzweckwaffe des FC Bayern. Der ÖFB-Teamspieler (hier im Zweikampf mit Kilian Mbappe) hat im Laufe dieser Saison schon zahlreiche Positionen bekleidet

Konrad Laimer ist die Allzweckwaffe des FC Bayern. Der ÖFB-Teamspieler (hier im Zweikampf mit Kilian Mbappe) hat im Laufe dieser Saison schon zahlreiche Positionen bekleidet

  • Die Flexibilität

Man merkt, dass Vincent Kompany bei Manchester City lange Jahre unter Coach Pep Guardiola gespielt hat. Die Bayern haben Guardiolas Ballbesitzfußball noch einmal auf ein neues Level gehoben. Die Spieler rotieren und verändern ständig ihre Positionen und verwirren mit ihrem flexiblen Stil die Gegner. 

Das beste Beispiel dafür ist Konrad Laimer, die große Allzweckwaffe der Bayern. Der ÖFB-Teamspieler deckt so ziemlich jede Position ab, beim 2:1-Erfolg in Madrid war er als linker Außenverteidiger im Einsatz, er spielte in dieser Saison aber auch schon rechts außen und im zentralen Mittelfeld

  • Der Goalgetter

Die Bayern haben wohl den aktuell torgefährlichsten Stürmer der Welt in ihren Reihen. Harry Kane stellt auch Topscorer wie Erling Haaland (Manchester City) oder Real-Star Kylian Mbappe in den Schatten. 

49 Tore in 41 Partien

49 Tore erzielte der englische Routinier in dieser laufenden Saison. Was aber fast noch mehr zählt: Kane ist, im Gegensatz zu vielen Stürmerkollegen, kein Egomane, sondern stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Deshalb profitieren die Bayern von ihrem Knipser gleich doppelt.

  • Die Form

In den letzten Jahren wirkten die Bayern oft überspielt, als die Champions League in die entscheidende Phase kam. Deshalb war oft auch bereits im Viertelfinale Endstation. Diesmal scheint das Timing perfekt, wie die letzten Auftritte des FC Bayern in der Liga (5:0 am Wochenende gegen St.Pauli) und im Europacup gegen Atalanta (Achtelfinale) und in Madrid zeigen.

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