Fußball, Austria Wien - Admira

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Sport Fußball
09/28/2020

Schlagwort "Konsequenz" bei der Austria in aller Munde

Die Violetten spielten auch beim 2:2 gegen die Admira gefällig, konnten abermals nicht den Deckel draufsetzen. Auch Sturm hadert.

Die Pflicht-Heimsiege gelingen der Austria auch unter Peter Stöger noch nicht ausnahmslos. Das zeigte der Sonntag mit einem 2:2-Unentschieden in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga gegen die Admira, bei dem die Violetten zweimal eine Führung und die Chance auf den zweiten Heimsieg binnen einer Woche leichtfertig aus der Hand gaben. Auch für Sturm Graz wäre beim 1:1 in Hartberg mehr möglich gewesen, fiel doch der Ausgleich erst in der 94. Minute.

Eine phasenweise ansprechende Leistung der Austria resultierte in nur einem Punkt. "Wir haben natürlich auch gute Sachen gemacht, aber das interessiert nach einem 2:2 gegen die Admira zuhause niemanden", wusste Stöger. Der weit gereiste Trainer sprach deshalb lieber über die Gründe, warum aus dem erwarteten zweiten Pflichtsieg nach jenem gegen Ried aus seiner Sicht nichts geworden ist. Das Schlagwort "Konsequenz" fiel öfters. "Offensiv nachlegen, die Chancen nutzen. Oder so verteidigen, wie es gehört, wenn du es offensiv zuvor nicht erledigt hast. Beides war nicht optimal, dann spielst du 2:2."

"Arbeit eingestellt"

Dabei fand seine Elf extrem gut ins Spiel, das mit dem Tor durch Christoph Monschein (8.) auch rasch in eine für Violett angenehme Richtung kippte. Gegen eine Admira, die zwei hohe Auftaktniederlagen und einen Trainerwechsel zu verdauen hatte, wurde dann aber nicht nachgelegt. "So nach 20 Minuten haben wir den Bereich der Arbeit eingestellt. Dann ist es auch keine Überraschung, dass du die ein oder andere Situation im eigenen Strafraum hast, wo dann auch der Ausgleich kommt", monierte Stöger.

Dieser fiel durch Erwin Hoffer (28.) und wirkte beim 2:2 von Maximilian Breunig (87.) wie ein Deja-vu. "Wir hatten zwei, drei Mal die Möglichkeit, das Spiel fertig zu machen. Das ist uns nicht gelungen", wusste Stöger. "Wenn du das dann leichtfertig hergibst, dann hast du es auch nicht verdient, in der Bundesliga drei Punkte zu machen."

Goalie Patrick Pentz, der die beiden einzigen Schüsse laut Statistik auf sein Tor passieren lassen musste, sprach von einem "unnötigen" Ausgang, der ihn ob der Ist-Situation offenbar aber weniger überraschte: "Wieder ein Umbruch, der Trainer will uns einfach seine Philosophie komplett einimpfen. Wir können nicht 'von null auf hundert' im Vergleich zur letzten Saison erwarten, und dass wir komplett oben mitspielen. Das ist ein Prozess."

"Buric-Effekt"?

Einige Kilometer weiter westlich hörte sich manch Analyse ähnlich an. Jene des früheren Austria-Trainers Christian Ilzer etwa: "Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel komplett unter Kontrolle gehabt", sagte der nunmehrige Sturm-Coach nach dem 1:1 seiner Mannschaft - dem dritten Remis im dritten Saisonspiel - in Hartberg.

Obwohl ein mögliches 2:0 durch Bekim Balaj wegen einer schwer aufzulösenden Abseitssituation aberkannt wurde, musste auch Ilzer nach einer recht ausgeglichenen Partie eingestehen: "Wir müssen uns auch selbst bei der Nase nehmen und aus den vielen Kontersituationen ein Tor machen, dann wäre der Deckel drauf gewesen."

So fiel in der 94. Minute das 1:1 durch einen von Dario Tadic verwandelten Elfmeter. Und Ilzer wartet weiter auf das erste richtige Erfolgserlebnis mit Sturm, das Damir Buric bei seiner Rückkehr auf die Admira-Trainerbank zumindest gefühlt auf Anhieb gelang. Das 2:2 bei der Austria war für das Schlusslicht der erste Punktgewinn der Saison. Der kroatische Trainerfuchs hat als Chefcoach weiter kein Debütspiel verloren. "Bitte nicht", wollte er von einem "Buric-Effekt" im Anschluss nichts wissen. "Das volle Lob geht an die Mannschaft."

Diese habe in einer schwierigen Situation Charakter gezeigt. Und nach den Ausfällen aller Außenverteidiger in einer 5-3-2-Formation den Plan großteils umgesetzt. "Trotz all dieser Probleme war die Mannschaft gut organisiert - außer bei Standards", erinnerte Buric an die zwei Austria-Treffer, die jeweils nach Eckbällen fielen.

In aller Munde war danach Breunig, der 20-jährige Schütze des Endstands. Der 1,93 m große Stürmer, der erst vor wenigen Tagen vom Flyeralarm-"Bruder" Würzburger Kickers auf Leihbasis in die Südstadt verliehen worden war, verrichtete an der Seite von Hoffer ansprechende Arbeit. Buric hält viel vom Deutschen. "Er erinnert in vielen Bereichen an Sasa Kalajdzic. Und wir wissen alle, wo Sasa jetzt ist", sagte Buric über den möglichen "Nachfolger" des nunmehrigen Stuttgart-Legionärs.

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