Soriano erzielte gegen Grödig seinen 108. Bundesliga-Treffer.

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Bundesliga
03/05/2016

Salzburger Spaziergang im Derby gegen Grödig

Der Meister gibt sich beim 3:0 gegen das Schlusslicht keine Blöße.

von Stephan Blumenschein

Ein schneller Treffer ist der Schlüssel zum Erfolg gegen ein Schlusslicht. Salzburg gelang so einer gegen beängstigend schwache Grödiger. Spielend leicht kam der Meister über die linke Seite durch. Auch Berisha konnte ungehindert eine Flanke in die Mitte schlagen. Dort stand Soriano alleine, nahm sich den Ball herrlich mit und ließ Keeper Swete keine Chance (6.).

Das 1:0 war der 108. Bundesliga-Treffer für den Spanier. Damit stellte Soriano den Rekord für Legionäre ein (siehe Hintergrund).

Motor fehlte

Aber was folgte, war alles andere als ein spielerisches Feuerwerk von Salzburg. Dieses zu erwarten, wäre angesichts eines zentralen Mittelfeldes mit Laimer und Pehlivan auch vermessen. Mittelfeldmotor Keita war am Samstag nicht im Kader. Beim Afrikaner zwickte dieses Mal die Oberschenkelmuskulatur.

Salzburg war zwar immer spielbestimmend, aber in der ersten Hälfte nur mehr einmal einem Tor nahe. Minamino traute sich nicht zu schießen, sein Abspiel knallte der Grödiger Maak an die eigene Latte (37.).

Grödig-Trainer Schöttel reagierte, brachte zur Pause Strobl und Rasner für Djuric und den verletzten Sulimani, das Spiel des Schlusslichtes blieb trotzdem mutlos.

Salzburg gelang auch in Hälfte zwei ein schnelles Tor: Prevljak spielte Minamino frei, der Japaner rollte den Ball ins Tor – 2:0 (54.). Dann glänzte einer, der selten Tore schießt, aber wenn dann wunderschöne: Ulmer knallte den Ball zum 3:0-Endstand ins Kreuzeck (68.).

Sorianos 108 Tore

Jonatan Soriano hat mit seinem Tor gegen Grödig den Bundesliga- Rekord für Legionäre eingestellt und ist mit Zlatko Kranjcar gleichgezogen. Während der Ex-Rapid- Legionär seine 108 Tore in 223 Spielen erzielt hat, benötigte der Spanier nur 124 Partien.

Wr. Neustadt 23 Tore
Grödig 15 Tore
Wolfsberg 15 Tore
Admira 13 Tore
Sturm Graz 9 Tore
Ried 9 Tore
Mattersburg 9 Tore
Rapid 8 Tore
Innsbruck 4 Tore
Austria 2 Tore
Altach1 Tore

Salzburg - Grödig 3:0 (1:0)

Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 7.771, SR Schörgenhofer

Tore:
1:0 (6.) Soriano
2:0 (54.) Minamino
3:0 (68.) Ulmer

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Minamino (81. Mukhtar), Laimer, Pehlivan, Berisha (74. Hwang) - Prevljak (56. Lazaro), Soriano

Grödig: Swete - T. Kainz, Maak, Pichler, Denner - Brauer - Ofosu, Kerschbaum, Djuric (46. Strobl), Schütz (74. Goiginger) - Sulimani (46. Rasner)

Gelbe Karten: Mukhtar bzw. Kerschbaum, Denner

Soriano: "Heute war ein guter Tag"

Jonatan Soriano (Salzburg-Kapitän): "Heute war ein guter Tag. Ich freue mich über die 108 Tore, aber wichtiger waren die drei Punkte gegen Grödig. Ich freue mich, es ist eine gute Summe, aber ich will noch viel mehr. Jetzt im Moment bedeutet mir der Rekord nicht viel, aber ich bin sehr glücklich."

Rene Swete (Grödig-Torhüter): "Natürlich haben wir uns etwas mehr erwartet, aber hier ist es für alle Mannschaften schwierig. Es bleibt uns nur übrig, auf uns selbst zu schauen und unsere Punkte zu machen. Die Mannschaft ist absolut intakt."

Oscar Garcia (Trainer Salzburg): "Für uns war es wichtig, heute gut anzufangen. Wir wollten schnell in Führung gehen, und das ist uns zum Glück gelungen. Dadurch war es für uns viel leichter." Über Jonatan Soriano: "Es ist klar, dass er der beste Spieler ist, den ich bisher trainiert habe. Nicht nur wegen seiner Tore, sondern weil er ein großer Teamplayer ist."

Peter Schöttel (Trainer Gödig): "Wenn wir gegen Red Bull eine Chance haben wollen, muss sehr viel zusammenpassen. Jeder Spieler muss auf seinem Level sein, und wir müssen früh in Führung gehen. All das ist nicht passiert, sondern das Gegenteil. Wir waren viel zu fehleranfällig und in allen Bereichen, die Fußball ausmachen, unterlegen. Red Bull ist im Moment nicht unsere Kragenweite. Nächste Woche kommt eine Mannschaft, gegen die wir gewinnen können. Wir haben schon ewig nicht mehr gewonnen, die zu vergebenden Punkte werden weniger. Deshalb werden wir am Samstag gewinnen. Dass es schwierig wird, ist uns bewusst. Was uns am meisten fehlt, ist das Erfolgserlebnis."

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