Der Niedergang des LASK endete mit Platz vier

FUSSBALL: TIPICO-BUNDESLIGA / MEISTERRUNDE: LASK LINZ - RED BULL SALZBURG
Coach Ismael zeigte sich nach der Niederlage gegen Salzburg in der letzten Runde gefasst und forderte: "Reset-Knopf drücken".

Gemessen am Tabellenstand von Mitte März ist die Fußball-Bundesliga am Sonntag für den LASK mit einer schweren Enttäuschung zu Ende gegangen. Der Grunddurchgangssieger musste im letzten Moment den WAC noch auf Platz drei vorbeiziehen lassen und sich mit der Europa-League-Quali abgeben. "Das Positive zuerst: Der Leidensweg ist zu Ende", kommentierte LASK-Coach Valerien Ismael trocken.

Platz zwei und damit die Champions-Leauge-Quali hatte man bereits gegen Rapid am vergangenen Mittwoch vergeigt, nun wurden die Athletiker auch noch von Platz drei verdrängt - und damit um einen Fixplatz in der EL-Gruppenphase samt sicheren Millioneneinnahmen gebracht. "Die Batterie ist leer", gestand Ismael, der aber offenkundig schon vor dem finalen Duell mit dem Meister nicht mehr viel Hoffnung auf die lukrative EL-Direktquali gehegt hatte: "Die Enttäuschung war bei mir nicht heute, sondern nach dem Rapid-Spiel. Innerlich hatte ich mich schon damit abgefunden."

Pech oder Schicksal? 

Bis zur Corona-Pause, den verbotenen Mannschaftstrainings und dem später von sechs auf vier Zähler reduzierten Punkteabzug war bei den Konzern alles eitel Wonne gewesen. Der Start in die zweite Saisonphase misslang aber kapital, dabei hatte man in einigen Situationen zweifelsohne auch einfach Pech - Pech, das manche wohl auch als Retourkutsche des Schicksals bezeichnen werden. "Ich will nichts verstecken aus den letzten Wochen, dieser Druck, diese Wucht waren nicht zu erwarten", beschrieb Ismael die öffentlichen Reaktionen auf den Fehltritt.

"Das einzige Positive war, dass wir rechtzeitig die Kurve gekriegt haben, um die Europa-League-Quali zu schaffen. Gut, dass es da erst Ende September für uns losgeht", betonte Ismael. "Jetzt gilt es, den Reset-Knopf zu drücken." Insgesamt zeigte sich der Franzose über seine Premierensaison in Linz aber durchaus zufrieden. "Alle Spieler haben einen Sprung nach vorne gemacht, dazu Marko Raguz als Newcomer. Und James Holland hat die beste Saison seines Lebens gespielt. Das alles gibt uns Kraft für die Zukunft. Wir haben eine gute Basis", war er überzeugt.

Klauss geht

Ganz zu Ende ist die Saison freilich noch nicht. Denn am 5./6. August muss Schwarz-Weiß noch das EL-Achtelfinalrückspiel gegen Manchester United bestreiten - die Hoffnungen sind nach dem 0:5 im Hinspiel im März freilich nur theoretischer Natur. Es folgt bis zum Ligastart am 11. September gut ein Monat Pause, ehe am 24. September das Drittrunden-Qualispiel in der EL ansteht.

Wie die Mannschaft dann ausschaut, bleibt abzuwarten. In großen Teilen soll der Kader gehalten werden, sicher nicht mehr mit an Bord ist Stürmer Joao Klauss. Wie Ismael bestätigte, kehrt der geliehene Brasilianer zu Hoffenheim zurück. Mit Samuel Tetteh spielte eine zweite Offensivkraft - in diesem Fall von Salzburg - nur auf Leihbasis bei den Linzern. Mit einem Abgang in Verbindung gebracht wurde des öfteren auch Mittelfeldmotor Peter Michorl. "Er ist gereift und im Wert gestiegen. Mit so einer Leistung und Qualität ist er für jeden Verein ein Gewinn", sagte Ismael.

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Torrekord

Wesentlich besser gelaunt zeigte sich Meistercoach Jesse Marsch. Denn das 3:0 bescherte den Salzburgern nicht nur einen Prestigesieg, sondern auch den ersehnten Torrekord von 110 Treffern aus der Saison 2013/14, als aber vor der Reform noch 36 und nicht 32 Runden absolviert wurden. Der Schnitt fällt mit 3,44 gegenüber 3,06 daher klar besser aus. "Unser großes Ziel war der Torrekord, deshalb auch der große Jubel", meinte Marsch über die fast überschäumende Freude im Salzburg-Lager, nachdem Mohamed Camara in der Nachspielzeit mit seinem ersten BL-Treffer per Elfer auf 3:0 gestellt hatte.

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