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Sport Fußball
07/24/2022

Freud und Leid in Vorarlberg: Altach verliert, Lustenau siegt

Das Trainerdebüt von Weltmeister Miroslav Klose in der Bundesliga endete in Hartberg enttäuschend. Der Aufsteiger aus Lustenau feiert gegen WSG Tirol eine perfekte Rückkehr.

Hartberg - Altach 2:1 (1:0)

Den Rax-Platz in Wien-Favoriten kennt Altachs neuer Trainer Miroslav Klose schon von seinem Pflichtspieldebüt im Cup beim Team Wiener Linien Elektra. Zum Liga-Auftakt ging es am Sonntag für den deutschen Weltmeister etwas weiter südlich auf die Trainerbank in der Profertil-Arena - und musste eine 1:2-Niederlage in Hartberg mitansehen.

Da stand er nun in Hartberg, der 44-jährige Deutsche, der in Polen geboren wurde. Klose gibt sich als sportlicher Trainer, er trägt Trainingshose und T-Shirt. Er sitzt nicht auf der Bank, er redet viel, verzichtet aber auf große Gesten. Klose will mit seinen Altachern eigentlich Ballbesitz-Fußball spielen. Aber wenn man so oft den Ball verliert, dann kann es nichts werden damit.

Und wenn man beim Herausspielen so viele Fehler wie Altach macht, dann kommt auch Hartberg zu Chancen. Doch Casali hielt den Schuss von Fadinger (27.). 45 Minuten waren schon gespielt, da stellten sich in einer Situation die Altacher fünf Mal dumm an, bis sich endlich Avdijaj erbarmte und zur Hartberger Führung einschoss.

Nach der Pausenansprache wirkten die Altacher strukturierter und kamen zu Chancen durch Ferson (49./ über das Tor) und Jäger (50./Swete hält). Nach einer kleinen Durststrecke kam Jurcec zur besten Chance, weil Swete einen Schuss von Tibidi nach vorne abgewehrt hatte, doch Swete war wieder zur Stelle (67.). Ein Fehler im Aufbauspiel von Gugganig und Zwischenbrugger brachte die Entscheidung. Avdijaj jagte ihnen den Ball ab und schoss wuchtig zum 2:0 ein (77.).

Schließlich durfte sich Klose über ein Tor freuen. Und was für eines: Nuhiu nahm sich den Ball im Strafraum an, drehte sich und schoss zwischen zwei Hartbergern ein (84.). Vier Minuten später wieder eine starke Strafraum-Aktion von Nuhiu, doch diesmal hielt Swete.

Austria Lustenau - WSG Tirol 2:1 (1:0)

22 Jahre hat es gedauert, bis Austria Lustenau es zurück in die höchste Spielklasse geschafft hat. Auf das erste Tor nach der Rückkehr mussten die Vorarlberger dann nicht ganz so lange warten: Gegen die WSG Tirol dauerte es nur etwas mehr als elf Minuten, bis Schmid einen mustergültigen Konter zur 1:0-Führung abschloss (12.). Trainer Markus Mader wollte, dass seine Spieler schnell den Respekt ablegen. Der Wunsch wurde erfüllt.

Mit Tabakovic und Cham hat Lustenau 42 Tore verloren. Große Schuhe für Surdanovic und Schmid, doch es lief gleich ganz gut. Aber auch Tirol hat mit Vrioni und Sabitzer 28 Tore verloren, für sie sollten zum Auftakt Rinaldi und Prica in der Offensive einspringen. Das schafften sie in einer unterhaltsamen Partie zunächst jedoch nicht.

Dafür legten die Hausherren in der zweiten Halbzeit nach. Verteidiger Anderson nutzte eine Unachtsamkeit in der Tiroler Abwehr zum 2:0 (59.). 
Die Gäste kamen durch einen Elfmeter von Prica zwar noch auf 1:2 heran (87.), am Ende durfte Lustenau aber doch eine perfekte Rückkehr in die Bundesliga feiern.

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