© APA/AFP/GLYN KIRK

Sport Fußball
05/07/2022

Debakel für Rangnick und United, ein neuer Besitzer für Chelsea

Der designierte ÖFB-Teamchef ging mit dem Starensemble bei Brighton & Hove unter. Bei Chelsea übernimmt ein US-Milliardär.

Der Abwärtstrend des designierten ÖFB-Teamchefs Ralf Rangnick als Interimstrainer von Manchester United hält an. Der angeschlagene englische Rekordmeister musste am Samstag bei Brighton & Hove ein 0:4-Debakel einstecken.

In der Tabelle der Premier League droht der Großklub somit sogar die Qualifikation für die Europa League zu verspielen. United hat als aktuell sechstplatziertes Team nur noch ein Ligaspiel zu bestreiten, während der direkte Konkurrent West Ham noch zwei Spiele mehr zu absolvieren hat. Der Rückstand der Londoner beträgt aktuell sechs Punkte.

Eine Zukunft für Chelsea

Ein Konsortium um US-Milliardär Todd Boehly übernimmt den FC Chelsea. Der Kaufpreis für den englischen Premier-League-Club beträgt 2,5 Milliarden Pfund, etwas mehr als drei Milliarden US-Dollar. Das teilte der Verein aus London am Samstag mit. Der Verkauf werde voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen, vorbehaltlich aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen, hieß es weiter.

"Das gibt uns eine Perspektive", sagte Chelseas Trainer Thomas Tuchel mit Blick auf den anstehenden Verkauf, der hoffentlich so schnell wie möglich umgesetzt werde. Es seien "gute Nachrichten". In der Premier League verspielte der Tabellendritte am Samstag in der Nachspielzeit den Sieg, kam gegen die Wolverhampton Wanderers nach Zweitore-Führung nur zu einem 2:2.

Chelsea FC vs Wolverhampton Wanderers

Die Premier League und die britische Regierung müssen dem Verkauf des Champions-League-Siegers an die amerikanisch-schweizerische Gruppe noch zustimmen. Nötig ist das, weil das Vermögen des bisherigen Club-Besitzers Roman Abramowitsch im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eingefroren ist. Die 2,5 Milliarden Pfund für den Kauf der Clubanteile werden auf ein gesperrtes britisches Bankkonto eingezahlt. Das Geld solle - wie von Abramowitsch angekündigt - zu "100 Prozent für wohltätige Zwecke" gespendet werden, teilte Chelsea mit. Abramowitsch hatte zuletzt Spekulationen bestritten, wonach er vom Verkauf des Clubs profitieren würde. Für die Überweisung der Erlöse ist eine Genehmigung der britischen Regierung erforderlich.

Darüber hinaus werden die neuen Eigentümer mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar (1,75 Milliarden Pfund) für weitere Investitionen in den Club bereitstellen, wie unter anderem in die Stamford Bridge. Neben Boehly und Mark Walter, die Mitbesitzer des Baseball-Clubs Los Angeles Dodgers sind, gehört dem Konsortium auch der Schweizer Multi-Milliardär Hansjörg Wyss an. Der größte Anteil an dem Londoner Club dürfte aber künftig vom US-Investor Clearlake Capital gehalten werden. Mit einem Konkurrenz-Angebot war der britische Chemiekonzern Ineos wohl zu spät in das Wettbieten eingestiegen.

Wegen der Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Abramowitsch darf Chelsea derzeit keine neuen Spieler verpflichten oder Verträge verlängern. Zudem hat der Club strikte Finanzauflagen.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare