Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer

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Sport Fußball
01/03/2022

Feldhofer übersiedelt mit vielen Ideen ins Rapid-Trainingszentrum

Trainingstart im Prater: Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer will nach den Corona-Tests jede Minute nutzen. Yusuf Demir ist (noch) nicht dabei.

von Alexander Huber

Alles neu macht der Jänner. Nicht nur der Trainer ist ein anderer, auch die Umgebung hat sich verändert. Ferdinand Feldhofer begrüßt heute den Rapid-Kader zum Start seiner ersten Wintervorbereitung.

Geübt, gegessen und geruht wird durchgehend im Prater. Das war zum Teil auch 2021 unter Didi Kühbauer so, das Trainingszentrum glich damals aber noch einem Provisorium. Mittlerweile ist das von VARTA unterstützte „Körner-Zentrum“ für die Profis bezugsfertig. Außer den neuen Trainingsplätzen, die später fertiggestellt werden, ist bei dem Acht-Milllionen-Projekt – laut Rapid „die wichtigste Investition dieses Jahrzehnts“ – fast alles fertig.

Feldhofer hat sich nicht nur vom Kader in den ersten drei Spielen ein Bild gemacht, sondern auch von seinem Hauptarbeitsplatz: „Das ist super. Wir haben künftig unglaubliche Möglichkeiten.“

Viele gemeinsame Stunden

Im Herbst war Rapid – Stichwort Bubble – hauptsächlich in Hütteldorf. Künftig verbringen die Spieler ihre Arbeitstage nahe dem Happel-Stadion. „Neben den Trainings ist fix eingeplant, dass wir ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen haben. Wir müssen nicht ständig aneinanderpicken, aber es ist professionell, wenn wir zusammenbleiben können.“

Genaue Pläne

Feldhofer will jede Minute nutzen, um seine Ideen einbringen zu können. „Es wird viel um die Basics gehen. Es ist wichtig, dass alle wissen, wie wir spielen wollen und auf dem Feld einheitlich denken.“

Erste Ansätze waren bereits zu sehen: aktiver agieren, das Spiel mehr in die Hälfte des Gegners verlagern, höheres Pressing. Passend dazu sollen „taktisch variabel“ Systeme angepasst werden.

Ausfälle durch Omikron

Der 42-Jährige rechnet mit Corona-Ausfällen. „Die Spieler testen zu Hause und werden vor dem ersten Training getestet. Aber wenn ich die internationalen Wahnsinnszahlen über Omikron verfolge, wird klar: Die Frage ist nicht mehr, ob’s einen Fall geben wird, sondern wie viele.“

Helfen sollte, dass die Mannschaft zu Feldhofers Amtsantritt kollektiv geboostert wurde. „Ich hatte im Urlaub meinen dritten Stich.“

Unabhängig von Ausfällen werden weitere Amateurspieler hochgezogen: „Wir haben genau geplant, wer uns demnächst helfen könnte.“

Barisic arbeitete durch

Gut abgestimmt war auch die Kaderplanung mit Zoran Barisic. Der Sportchef arbeitete bis auf eine kurze Pause durch.

„Erstmals in meiner Trainerkarriere habe ich einen Sportdirektor und eine Scoutingabteilung an meiner Seite. Wir haben viel zu besprechen, aber ich musste nicht alles selbst aufarbeiten. Deswegen war es zu Weihnachten ruhiger als gewohnt“, erklärt der dreifache Vater.

Laut KURIER-Recherchen wurden für alle Eventualitäten Personalpläne entwickelt. Dass es dann doch noch anders kommen könnte, gehört zum (hektischen) Geschäft.

Heiße Transferzeit

Zu den 16 auslaufenden Verträgen meint Barisic: „Die eine oder andere Verlängerung soll im Jänner verkündet werden.“

Zum ewigen Thema Zu- und Abgänge bleibt Feldhofer cool: „Vorerst ist der Kader mit dem Herbst ident. Aber die Erfahrung sagt mir, dass bis zum Ende der Transferzeit viel passiert.“

Der Steirer geht ins Detail: „Es ist nicht realistisch, dass ich sage, wir haben unseren Kader bis zum Abflug ins Trainingslager fertig. Das kann ich mir wünschen, aber wahrscheinlicher ist, dass auch im Februar etwas passiert.“

Sonderurlaub für Demir

Nicht dabei beim Auftakt ist Yusuf Demir. Die Barcelona-Leihgabe hat laut KURIER-Informationen einen einwöchigen Sonderurlaub bekommen. Die Katalanen, die darauf verzichten, die Zehn-Millionen-Klausel zu ziehen, wollen, dass der 18-Jährige in dieser Zeit seine eigene Zukunft klärt.

Feldhofer sagt: „Ich rechne beim Trainingsstart nicht mit Yusuf, aber natürlich ist er wie alle anderen bei mir willkommen.“

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