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28.11.2018

Ex-Salzburger bei Leipzig: Keita gelang der größte Sprung

Von Wallner bis Laimer: Wie geht es jenen 14 Salzburg-Spielern, die nach Leipzig gewechselt sind?

Am Donnerstag steht in der Europa League das mit Spannung erwartete zweite Gruppenspiel zwischen den beiden Red-Bull-Klubs Salzburg und RB Leipzig auf dem Programm (18.55 Uhr, live Puls4, DAZN). 14 Spieler sind bisher direkt von Salzburg zu Leipzig gewechselt – so viele wie zu keinem anderen Klub.

- Roman Wallner: Der erste Salzburger wechselte im Jänner 2012 zu den Leipzigern, die damals in der vierten Liga spielten. Nach nur sieben Monaten kehrte Wallner nach Österreich zurück. Derzeit spielt er beim Westligisten Grödig.

- Georg Teigl: Im Jänner 2014 folgte der Flügel. Teigl blieb zweieinhalb Saisonen, ehe er nach Augsburg wechselte. Dort steht er bis 2020 unter Vertrag, kommt allerdings nicht zum Einsatz. In seiner Zeit bei RB Leipzig war er bei zwei Aufstiegen dabei.

- Thomas Dähne: Für Salzburg spielte Deutschlands Nachwuchsteamkeeper nur ein Mal, für Leipzig 2014/’15 gar nicht. Nach zweieinhalb Jahren bei HJK Helsinki ist er mittlerweile die Nummer eins beim polnischen Erstligisten Wisla Plock.

- Stefan Hierländer: Wie Dähne wechselte auch der Kärntner 2014 nach Leipzig. Den Durchbruch schaffte er nicht, in zwei Jahren kam er nur auf 24 Einsätze. Bei Sturm läuft es besser: Mittlerweile ist der Allrounder sogar Kapitän beim ÖFB-Cupsieger und.

- Yordy Reyna: Bei Salzburg war der Peruaner ein Flop, auch bei Leipzig konnte er sich 2015 nicht durchsetzen. Mittlerweile ist er beim MLS-Klub Vancouver Stammkraft und kam in der abgelaufenen Saison immerhin auf 16 Scorerpunkte.

- Rodnei: Der Brasilianer wurde in Salzburg durch Verletzungen gebremst. Auch in Leipzig kam er 2015 nur zu sieben Einsätzen. Nach einem halben Jahr bei BW Linz hat der 33-Jährige seine Karriere beendet.

- Peter Gulacsi: Der Ungar war gemeinsam mit Stefan Ilsanker der erste Salzburger Stammspieler, der nach Leipzig wechselte. Seit Februar 2016 ist der Keeper die Nummer 1 beim Bundesligisten.

- Stefan Ilsanker: Auch der Halleiner hat sich bei Leipzig etabliert. 111 Partien hat der 26-jährige Defensivallrounder in fast dreieinhalb Saisonen für RB absolviert.

- Nils Quaschner: Der Stürmer wechselte wie Gulacsi und Ilsanker 2015 zu RBL. Ihm gelang der Durchbruch aber nicht. Nach einer Leihe zu Bochum wechselte er 2017 ablösefrei zu Bielefeld. Derzeit ist der 24-Jährige verletzt.

- Naby Keita: Sein Riesentalent war schon in Salzburg zu sehen. In zwei Jahren bei Leipzig spielte er sich in die internationale Auslage. Heuer wechselte Keita um 60 Millionen Euro zu Liverpool. Der teuerste Fußballer, der je in Österreich gespielt hat, wurde auch bei den Reds sofort Stammkraft. Zuletzt bremsten ihn allerdings muskuläre Probleme.

- Benno Schmitz: Nach zwei Jahren in Salzburg war der Rechtsverteidiger zwei Jahre bei Leipzig unter Vertrag, ohne Stammkraft zu werden. Im Sommer wechselte der 23-Jährige zu Köln. Für den Zweitligisten kam Schmitz zunächst nicht zum Einsatz. Mittlerweile hat er sich aber einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft.

- Bernardo: Sein Wechsel kurz vor Transferschluss im Sommer 2016 sorgte beim damaligen Salzburg-Trainer Óscar García für Aufregung, der im Frust meinte: „Wir haben jetzt Liefering A und Liefering B.“ Nach zwei Jahren wechselte der Brasilianer um zehn Millionen zu Brighton. Beim Premier-League-Klub kommt der 23-Jährige allerdings nur sporadisch zum Ersatz.

- Dayot Upamecano: Das französische Abwehrtalent war nach nur 23 Spielen reif für Leipzig. RB-Sportchef Rangnick hatte Angst, dass Europas Topklubs den damals 18-Jährigen ködern. So rasant wie in Salzburg ging seine Entwicklung nicht weiter, aber er spielt zumindest regelmäßig.

- Konrad Laimer: In Salzburg war er der Prototyp des Red-Bull-Spielers, in Leipzig konnte der 21-Jährige seine Qualitäten noch nicht unter Beweis stellen – vielleicht, weil er statt im zentralen Mittelfeld oft auf der ungewohnten Position als rechter Verteidiger aufgeboten wurde.