FUSSBALL: UNIQA ÖFB CUP / 1. RUNDE / SW BREGENZ -  FC RED BULL SALZBURG

Mo Camara nahm beim Nationalteam Malis ein verbotenes Medikament ein.

© APA/DIETMAR STIPLOVSEK / DIETMAR STIPLOVSEK

Sport Fußball
01/05/2021

Doping-Causa: Red Bull Salzburg steht in der Warteschleife

Die positiv getesteten Camara und Koita wurden von der UEFA noch nicht suspendiert. Zudem gab es einen neuen Corona-Fall im Team.

Knapp drei Wochen vor dem Frühjahresstart in der Bundesliga-Saison in Altach hat Tabellenführer  Salzburg im Trainingszentrum Taxham die Vorbereitung gestartet. Aufgrund der Corona-Pandemie war eine Reise in wärmere Gefilde dieses Jahr nicht umsetzbar, was aufgrund der guten Trainingsbedingungen vor Ort aber nicht ins Gewicht fallen sollte. Die diesmal kurze Winterpause sieht Trainer Jesse Marsch nicht als Nachteil.

"Die Pause war nicht so lange, also sind die Jungs noch fit und bereit, um die nächsten Wochen im Training Druck zu machen", sagte der US-Amerikaner. Gleich im ersten Training soll das Defensivverhalten angesprochen werden. 15 Gegentore im Bundesliga-Herbst waren zu viel, Sturm Graz hat etwa nur fünf erhalten, der LASK zehn. Man könne laut Marsch aber ganz generell besser spielen, auch wenn die Ausgangspositionen in allen Bewerben gut seien.

Der Kader wird in der Vorbereitung um gleich sieben Spieler des FC Liefering ergänzt. "Wir haben dort eine super Mannschaft. Sie können zeigen, dass sie für die nächsten Herausforderungen bereit sind", erklärte Marsch. Die knappe Tabellensituation in der Bundesliga – vier Vereine liegen innerhalb von zwei Punkten – sieht der Coach vorerst nicht als Hindernis, junge Spieler einzubauen. "Es ist egal. Unsere Art ist, mit jungen Spielern zu spielen und zu arbeiten. Ich weiß, es ist immer die Anforderung, Liga und Cup zu gewinnen, aber wir müssen auch bei unserer Philosophie bleiben."

Großes Thema vor dem ersten Training 2021 waren natürlich die positiven Dopingproben von Mohamed Camara und Sekou Koita nach ihrer Rückkehr vom Nationalteam Malis. Das Duo hat ein Mittel gegen Höhenkrankheit eingenommen, das Substanzen enthält, die auf der Dopingliste stehen. Der Mannschaftsarzt des malischen Verbandes wurde mittlerweile suspendiert. Von der UEFA gibt es noch keine Informationen, ob und wann ein Verfahren eingeleitet wird. Die beiden Spieler sind auch momentan nicht suspendiert. In Salzburg hofft man, in den nächsten zwei Wochen mehr zu erfahren.

Direkte Auswirkungen auf etwaige Transfertätigkeiten hätte eine Sperre laut Freund nicht. "Wenn sich die Situation ergibt, einen Spieler zu holen und er passt in die Struktur rein, würde ich aber nicht ausschließen, dass wir tätig werden", sagte er. Grundsätzlich sei man aber zufrieden, wie der Kader aufgestellt ist. Mit dem US-Amerikaner Brenden Aaronson gibt es einen Neuzugang, der am Dienstag erstmals mittrainiert hat. Der 20-jährige Mittelfeldspieler kam vom MLS-Club Philadelphia Union.

Der nach zwei Schienbeinbrüchen lange verletzte Antoine Bernede ist laut Marsch voll fit und wird quasi als Neuzugang gesehen. Ziemlich sicher verlassen wird hingegen Mittelfeldspieler Majeed Ashimeru den Verein. In den nächsten Tagen sollte es zu einem Verhandlungsabschluss kommen. Der Ghanaer wird mit dem RSC Anderlecht in Verbindung gebracht.

Schlechte Nachrichten gab es dann auch am Dienstag-Nachmittag: Wie Salzburg mitteilte, wurde erneut ein Spieler positiv auf Corona getestet. Der Akteur ist derzeit ohne Symptome und hat sich bereits in Quarantäne begeben.

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