Sport | Fußball
02.04.2018

Djuricin nach Rapid-Sieg in Mattersburg mit Sorgenfalten

Vor der Pause glänzten die Hütteldorfer, danach ortete der Trainer "Überheblichkeit" - und sorgt sich um Joelinton.

Rapid befindet sich weiterhin voll auf Kurs Richtung Europacup-Teilnahme. Durch den 4:2-Auswärtssieg am Sonntag gegen den SV Mattersburg kehrten die Hütteldorfer in der Fußball-Bundesliga auf Rang drei zurück. Ein Platz unter den Top-4, der auf jeden Fall zu einem internationalen Start berechtigt, ist mittlerweile mit drei Punkten Vorsprung auf die schwächelnde Admira abgesichert.

Die Freude über den zweiten Erfolg en suite war allerdings nicht ganz ungetrübt. So musste etwa Joelinton wegen einer Knieverletzung ausgetauscht werden. "Scheinbar geht es um die Außenbänder. Wir hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist", erklärte Rapid-Trainer Goran Djuricin.

Unbehagen bereitete dem Wiener auch der Auftritt seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel. "Zur zweiten Hälfte fällt mir nur ein Wort ein: Überheblichkeit", kritisierte Djuricin. Die Laissez-faire-Spielweise, die Rapid in den zweiten 45 Minuten an den Tag legte, sorgte beim Coach für großen Unmut. "Die Defensive war sich zu gut, den Ball einfach einmal nur nach vorne zu dreschen. Die zweite Hälfte war sehr ärgerlich. Wir wollten es locker heimspielen, das hat nicht funktioniert."

Rang drei als Jobgarantie?

Dieser Meinung schloss sich auch Stefan Schwab an. "Nach der Pause waren wir nicht mehr kombinationssicher und effizient, der Nachdruck hat gefehlt", meinte der Kapitän.

Davor allerdings glänzten die Grün-Weißen wie selten zuvor in dieser Saison - nach 37 Minuten stand es bereits 4:0. "In der ersten Hälfte haben wir Mattersburg so richtig erwischt. Wir haben gut kombiniert, sind gut nachgerückt, es ist uns alles gelungen, wir waren sehr effizient", freute sich Djuricin.

FUSSBALL TIPICO BUNDESLIGA: SV MATTERSBURG - SK RAPID WIEN

Aufgrund dieser starken Phase ist der 43-Jährige einer Vertragsverlängerung ein Stück näher gekommen. Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel ließ sich diesbezüglich zwar weiterhin nicht wirklich in die Karten blicken, meinte aber in einem "Sky"-Interview vor dem Match, er gehe davon aus, dass Djuricin Rapid-Trainer bleibe, sollte Endrang drei erreicht werden.

Weiter geht es für die Hütteldorfer am Samstag mit dem Heimspiel im teilweise gesperrten Allianz Stadion gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten SKN St. Pölten, bei dem Ex-Rapid-Ikone Dietmar Kühbauer sein Debüt auf der Betreuerbank gibt. Eine Woche später steigt das Derby im Happel-Stadion gegen die Austria, am 18. April folgt das Cup-Semfinale bei Sturm Graz. Danach könnte es in der Trainerfrage Klarheit geben.