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31.03.2018

Heimfans im Gästesektor: Rapid umgeht Sperre gegen St. Pölten

In einem umfangreichen offenen Brief wendet sich Rapid an die Fans - und kündigt an, den Gästesektor für Rapidler zu öffnen.

Rapid Wien wehrt sich vehement gegen die von der Bundesliga für die Ausschreitungen beim Wiener Derby verhängte Strafe - und öffnet als Reaktion auf die Sektorsperre kurzerhand den Gästebereich für Heimfans. Wie die Hütteldorfer am Samstag in einem ausführlichen offenen Brief mitteilten, wird beim Heimspiel gegen den SKN St. Pölten am 7. April - wo neben dem gesamten Block West samt angrenzender Teile von Allianz- und Haupt-Tribüne auch ein großer Teil der Nordtribüne gesperrt ist - der Gästesektor für Rapid-Fans geöffnet.

"Wir verwehren uns vehement gegen die pauschale Kriminalisierung und Verunglimpfung von Rapid-Fans!", heißt es in der Aussendung auf der Rapid-Website. "Wir wollen ein deutliches Signal des Zusammenhalts der Rapid-Familie senden und werden deshalb beim Heimspiel gegen den SKN St. Pölten den Gästesektor für Rapid-Fans öffnen." Zudem erhalten die Fans einen eigenen Bereich auf der Haupttribüne.

Allerdings dürfen nicht alle Rapid-Anhänger in den Gästeblock - der Rekordmeister stellt einige Auflagen in Verbindung mit den Sonderkarten: "All jene Abonnenten, die von der Sektorensperre betroffen und welche gleichzeitig auch Mitglied sind sowie in der Spielsaison 2017/18 bei bisher zumindest 12 Bundesligaheimspielen im Allianz Stadion mit dabei waren", so Rapid weiter, können um 12 Euro eine Karte für den Gästesektor erwerben.

Durch diese Vorgehensweise droht Rapid eine weitere Strafe. Der Senat 1 werde sich nach der Partie genau mit der Umsetzung des Urteils beschäftigen, hieß es vonseiten der Bundesliga am Samstag gegenüber der APA. Das Urteil sei mit der Absicht ausgesprochen worden, die Bildung eines alternativen Fansektors zu verhindern. Die Liga habe den Rapid-Verantwortlichen schon in den vergangenen Tagen "mehrmals" von dieser Vorgehensweise abgeraten.