Es läuft bei Rapid.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Aufsteiger
12/08/2013

Die geheimnisvolle Kraftquelle von Rapid

Athletik-Coach Steinbichler machte Rapid zum fittesten Team. Heute soll es der WAC spüren.

von Alexander Huber

Das Motto war eindeutig. „Jeder Spieler soll die klassischen Rapid-Tugenden wieder 90 Minuten lang umsetzen können – nicht nur wollen“, erklärte das Trainerteam zum Amtsantritt vor knapp acht Monaten. Nach der ersten Saisonhälfte fällt die Antwort ebenso eindeutig: Aufgabe erfüllt. Rapid ist in der Rapid-Viertelstunde zur klar erfolgreichsten Mannschaft aufgestiegen.

Sollte heute im Lavanttal gegen den WAC (16.30 Uhr, ORFeins, Sky live) nicht nur die bessere Standfestigkeit oder gar Eislauf-Fähigkeit entscheiden, sondern auch das größere Kraftreservoir, könnten die Hütteldorfer ihren Angstgegner im siebenten Versuch erstmals besiegen. Ein Mann, der daran großen Anteil hat, macht sich in der Öffentlichkeit rar: Alexander Steinbichler. Erst nach Rücksprache mit Cheftrainer Zoran Barisic erlaubt der Athletik-Trainer, dass er im KURIER auch zitiert wird.

Der 36-jährige Familienvater ist der ruhigste im fünfköpfigen Trainerteam. „Ich bin sicher kein Peitschenknaller. Ich versuche, die Spieler mit Argumenten zu überzeugen. Wobei sie ohnehin schon erkannt haben, dass sie langfristig nur Erfolg haben können, wenn sie voll mitziehen. Und das tun sie seit dem ersten Tag“, sagt Steinbichler über seine Arbeitsweise, in der Athletik-Übungen eine größere Rolle spielen als endlose Läufe.

Zwei Fürsprecher

Dass der frühere Reha-Trainer am Rosenhügel („Diese andere Sichtweise hilft mir jetzt bei den Kickern“) im April überhaupt von den Amateuren zu den Profis befördert wurde, liegt an Barisic und Co-Trainer Jancker. „Zoki und Carsten haben auf mich eingeredet, dass sie Alex unbedingt in ihrem Team haben müssten. Ich war unsicher, weil er keinerlei Erfahrung mit Profis hatte. Aber nach einem längeren Gespräch mit ihm wusste ich, was die beiden meinen“, erzählt Sportdirektor Helmut Schulte über Steinbichlers rasanten Aufstieg.

„Er bleibt nie stehen, lässt nie locker, bringt dauernd neue Erkenntnisse ein und hat im zwischenmenschlichen Bereich riesige Fähigkeiten“, lobt Barisic. Wie ernst der ausgewiesene Teamplayer seine Arbeit nimmt, zeigt sich auch am Spielfeldrand. Während die Ersatzspieler der Gegner meist eher uninspiriert aufwärmen, baut Steinbichler einen Parcours auf und bringt die Joker vor ihrer Einwechslung persönlich auf optimale Betriebstemperatur.

Nur ein einziges Mal hat Rapid diese Saison in der Rapid-Viertelstunde mehr Tore bekommen als geschossen: natürlich in Wolfsberg, mit dem späten Ausgleich zum 2:2 in der ersten Runde.

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