© REUTERS/JENNIFER LORENZINI

Sport Fußball
11/02/2021

Die Champions League kann das "Mittelklasse-Team" Juventus retten

In der Liga eilt der Rekordmeister von Negativrekord zu Negativrekord, in der Königsklasse kann das Team am Dienstag das Achtelfinale perfekt machen.

Die Champions League ist für Juventus Turin momentan eine Wohlfühloase: drei Spiele, drei Siege. Im Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg am Dienstag kann der Klub gar vorzeitig den Einzug in das Achtelfinale perfekt machen.

Doch danach wartet schon wieder die Serie A. In der Liga steckt der italienische Rekordmeister in einer Krise. Mit der Rückkehr von Trainer Massimiliano Allegri sollte bei der „Alten Dame“ wieder alles besser werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Der frühere Erfolgstrainer, der Juve zwischen 2014 und 2019 zu fünf Meistertiteln und zwei Mal ins Finale der Champions League geführt hatte, eilt mit dem Klub gerade von Negativrekord zu Negativrekord. 15 Gegentore in elf Spielen? Nach 1961 nicht mehr erlebt. 16 Punkte Rückstand auf Platz eins nach elf Spielen? Noch nie erlebt. „Wir sind aktuell nur ein Mittelklasse-Team in der Serie A“, sagt er nun.

Dabei hatten im Sommer nicht wenige gedacht, Juventus wäre mit Allegri der erste Herausforderer von Meister Inter Mailand. Doch der 54-Jährige hat seit seinem Amtsantritt im Juli vieles falsch gemacht. In dieser Saison wurde er von Empoli, Sassuolo oder auch Hellas Verona „ausgecoacht“.

Alleine schuld an der Krise ist der Trainer nicht. Der Abgang von Cristiano Ronaldo zu Manchester United wiegt doppelt schwer. Teams müssen vornehmlich um Ronaldo herum gebaut werden. Geht er, klafft ein Loch. Wirtschaftlich kostete sein dreijähriges Engagement Juventus fast 300 Millionen Euro. Auch deshalb wies der Klub einen Rekordverlust von 210 Millionen Euro aus. Mit diesen Zahlen konnten Allegris Transferwünsche nicht erfüllt werden. Ronaldo selbst ist am Dienstag in Bergamo gefordert, gegen Atalanta konnte United zuletzt eine Niederlage nur knapp abwenden.

Nagelsmann-Comeback nach Corona?

Wie Juventus steht auch der FC Bayern vor dem Aufstieg. Zwei Wochen nach dem 4:0 in Lissabon empfangen die Münchner Benfica. Torjäger Robert Lewandowski steht vor seinem 100. Einsatz im Bewerb, Trainer Julian Nagelsmann hofft nach seiner Corona-Erkrankung noch auf die Rückkehr. „Natürlich merkt man noch, dass etwas im Körper war, aber das ist auch normal“, sagte Nagelsmann am Montag. „Ich denke und hoffe, dass der Test morgen negativ sein wird, dann werde ich auch wieder dabei sein können.“ Im Parallelspiel gastiert der Dritte Barcelona (3 Punkte) in Kiew bei Dynamo (1).

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