Die Bundesliga leitet ein Verfahren gegen den LASK ein

OBERÖSTERREICH: PK FUSSBALL-BUNDESLIGIST LASK:  WERNER
Der Senat 5 verlangt eine weitere Stellungnahme zu den medialen Vorwürfen rund um Verstöße gegen Transfergeschäfte.

Vor einem Monat wurde bekannt, dass Ex-LASK-Vizepräsidenten Jürgen Werner mit einer Investment-Firma Transferrechte an Spielern erworben haben soll. Im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen des News über mögliche Verstöße gegen das Verbot der TPO ("Third Party Ownership") wurde der LASK vom zuständigen Senat 5 zur Stellungnahme aufgefordert, welche laut Liga auch fristgerecht eingebracht wurde.

Nach Prüfung der erhaltenen Unterlagen hat der Senat 5 nun weitere Nachfragen gestellt und zur vertiefenden Prüfung und Durchführung von Zeugeneinvernahmen ein Disziplinarverfahren gegen den LASK wegen eines möglichen Verstoßes gegen die TPO-Regelung eingeleitet.

Der LASK hat nun bis 1. Juni Zeit zur Stellungnahme sowie die Möglichkeit einer persönlichen Anhörung während der in der darauffolgenden Woche stattfindenden Sitzung. Der Strafrahmen ist nach obenhin offen.

Laut einer FIFA-Bestimmung muss jeder Verein seit 2015 selbst 100 Prozent an den Transferrechten seiner Spieler halten. Laut News war allerdings der ehemalige Spielerberater und nunmehrige LASK-Vizepräsident Jürgen Werner zumindest noch im Jahr 2017 teilweise Eigentümer der Transferrechte von über 40 Spielern des Vereins.

Mögliche Sanktionen

In welche Richtung mögliche Sanktionen gehen könnten, ist völlig offen, da es einen Verstoß gegen das TPO-Verbot bisher in Österreich nicht gegeben hat. Die Liga entscheidet da für sich, sollte es internationale Transfers betreffen, liegt die Zuständigkeit beim Weltverband (FIFA).

Lutz enthielt sich der Stimme

An der Senats-Sitzung am Dienstag teilgenommen hat mit Stefan Lutz auch ein Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater, der geschäftlich seit Jahren eng mit LASK-Präsident Siegmund Gruber verbunden ist. Die beiden waren phasenweise in der gleichen Firma tätig. Lutz enthielt sich bei der Abstimmung über die weitere Vorgangsweise der Stimme. Vor dem kommenden Verfahren könnte er sich für befangen erklären, ob er das machen wird, ist offen. Für eine Entscheidung benötigt es jedenfalls eine einfache Mehrheit, bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden Thomas Hofer-Zeni den Ausschlag.

Für den LASK setzen sich die Negativ-Schlagzeilen also munter fort. Zuletzt hatte es viel Unruhe rund um das Stadionprojekt der Linzer gegeben. Vergangene Saison waren den Athletikern wegen der Corona-Trainingsaffäre vier Punkte in der Tabelle abgezogen worden, weil die Mannschaft gegen die Fair-Play-Regeln verstoßen und ein gemeinsames Mannschaftstraining absolviert hatten.

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