Champions-League-Finale: PSG hofft auf ersten Triumph, Inter auf vierten
Premieren-Titel für Paris Saint-Germain oder der vierte Triumph von Inter Mailand?
Diese Frage wird am Samstag (21.00/live Canal+, Sky, ZDF) im Finale der Champions League in München beantwortet. Während Inter mit Marko Arnautovic die Meisterschaft knapp verpasste und eine titellose Saison vermeiden will, peilt PSG das Triple an. „Ein letzter Schritt ist nötig, um einen Traum zu erfüllen“, sagte Inter-Coach Simone Inzaghi und sprach damit für beide Teams.
Kein klarer Favorit
Ein echter Favorit lässt sich in dem Duell nicht ausmachen, beide Teams treffen übrigens das erste Mal in einem offiziellen Bewerbsspiel aufeinander. Inter möchte dort anknüpfen, wo es zuletzt mit Erfolgen gegen Bayern München und dem FC Barcelona aufgehört hat. „Die Spieler haben Außergewöhnliches geleistet. Wir haben da vier großartige Spiele gegen zwei starke Teams gespielt“, sagte Inzaghi, der mit seiner Elf vollenden will, was vor zwei Jahren im Finale gegen Manchester City (0:1) noch misslungen war.
Die Italiener reisten am Freitag mit Zuversicht nach München. „Wir haben es verdient, im Finale zu stehen. Ehrlich gesagt bin ich sehr stolz auf dieses Team und hoffe, dass wir jetzt die Kirsche oben draufsetzen können“, erklärte Kapitän Lautaro Martinez. In dieser CL-Kampagne haben die Nerazzurri in 14 Spielen nur eines verloren (0:1 in der Ligaphase in Leverkusen).
16 Spiele bis zum Finale
PSG hat diese Saison bereits 16 Spiele in Europas Königsklasse absolviert, so viele wie kein anderer Finalist zuvor. Dabei hat man sich in der K.o.-Phase unter anderem gegen Liverpool, Aston Villa und Arsenal durchgesetzt, in der Ligaphase gegen Manchester City und auch gegen Salzburg (3:0).
„Dank der Qualität und der Entwicklung unserer Spieler und trotz eines schwierigen Spielplans haben wir es geschafft, so weit zu kommen. Dadurch sind wir nun auf Spiele wie dieses vorbereitet, was für eine so junge Mannschaft sehr positiv ist“, erklärte Trainer Luis Enrique.
Sein spanischer Landsmann Fabian Ruiz hofft auf den großen Wurf, das Triple: „Wir wollen mit PSG etwas Historisches erreichen. Wir haben über Jahre hinweg hart gearbeitet, um hierher zu kommen.“
Enrique wies auf die Erfahrenheit des Gegners hin und ihre Stärke mit dem ruhenden Ball. „Es ist Inters zweites Finale in drei Jahren. Sie sind bereit. Sie haben nicht viele Änderungen vorgenommen. Es ist ein Team, das bei Standardsituationen dominiert.“ Dem setzt man einen jüngeren Altersschnitt, spielerische Kompetenz und vor allem aber die gleiche taktische Disziplin entgegen.
Starker Rückhalt: Inter-Tormann Sommer.
Starker Rückhalt: PSG-Tormann Donnarumma.
Im Fokus werden auch beide Tormänner stehen. Yann Sommer und Gianluigi Donnarumma haben entscheidenden Anteil daran, dass ihre Klubs im Endspiel stehen. Sommer brachte Barcelonas Stürmer im Halbfinale immer wieder zur Verzweiflung, während sich Arsenal an Donnarumma die Zähne ausbiss.
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