Sport | Fußball
19.03.2016

Salzburger Pflichtsieg gegen Mattersburg

Der Meister gewinnt in der Red-Bull-Arena 2:1, enttäuschte spielerisch aber nach einer guten halben Stunde.

Es ist eigentlich schwer vorstellbar, dass diese limitierte Salzburger Mannschaft wie in den Jahren 2014 und 2015 Meister wird. Aber wirft man einen kurzen Blick auf die Tabelle, ist der dritte Titel in Serie durchaus in Reichweite.

Nach dem 2:1 gegen Mattersburg und vor dem Sonntagspiel Ried gegen Rapid liegt Salzburg vier Punkte vor den Hütteldorfern und sieben Punkte vor dem Dritten Austria. Es war der vierte Heimsieg unter Oscar Garcia, aber auch die schwächste Leistung unter dem neuen Coach in der Red-Bull-Arena.

Keitas Startelf-Comeback

Erstmals seit dem 4:1-Heimsieg gegen Austria Ende Februar stand bei Salzburg Naby Keita wieder in der Startelf. Der Spielmacher benötigte zwar einige Minuten Anlaufzeit, aber ziemlich schnell bewies er, wie wichtig er für Red Bull ist.

Nach einem leichtfertigen Mattersburger Ballverlust, spielte Keita im richtigen Moment Soriano frei. Salzburgs Torjäger lief alleine aufs Tor zu, spielte uneigenützig auf denn mitlaufenden Berisha ab, der den Ball nur mehr ins leere Tor befördern musste – 1:0 (16.).

Unnötige Eigenfehler

Mattersburg igelte sich weiter nicht, versuchte selbst Akzente in der Offensive zu setzen, machte aber in der Vorwärtsbewegung Fehler, die man gegen eine individuell starke Mannschaft wie Salzburg nicht machen darf.

So auch in der 23. Minute: Sprangler vertändelte gegen Keita im Mittelfeld den Ball, attackierte den Salzburger dann im Strafraum auch noch mehr als ungeschickt. Den zurecht verhängten Elfmeter verwertete Soriano problemlos – 2:0.

Ordentliches Debüt

Das war der letzte Höhepunkt einer ziemlich überschaubaren ersten Hälfte. Der erst 17-jährige Dayot Upamecano hatte vor den Augen seines Vorgängers Martin Hinteregger - der Gladbach-Legionär saß auf der Tribüne - bei seinem Bundesliga-Debüt in der Red-Bull-Innenverteidigung keine Probleme.

Nach dem Wechsel wurden die Salzburger dafür bestraft, dass sie nach dem zweiten Treffer ihre Arbeit eingestellt hatten. Schwegler konnte bei einer Ecke Ibser nicht bremsen. Der Mattersburg-Stürmer traf zum 1:2 (56.). Das erste Saisonduell in Runde eins hatte Ibser mit einem Last-Minute-Treffer zum 2:1 noch entschieden.

Nur das Ehrentor

Salzburgs Rückfall war leicht erklärbar: Keita, der die Vorbereitung wegen einer Malariaerkrankung versäumt hatte, hat derzeit nur Kraft für eine gute halbe Stunde. Nach 68 Minuten verließ der beste Salzburger Fußballer sichtlich ausgepumpt den Platz. Seine Kollegen brachten den Sieg auch ohne ihn mit ein, zwei bangen Momenten über die Zeit.

FC Red Bull Salzburg - SV Mattersburg 2:1 (2:0)

Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 6.494, SR Muckenhammer.


Tore: 1:0 (16.) Berisha
2:0 (24.) Soriano (Foulelfmeter)
2:1 (56.) Ibser

Salzburg: Walke - Schwegler, Upamecano, Caleta-Car, Ulmer - Laimer (79. Bernardo), Pehlivan, Keita (68. Minamino), Berisha - Hwang (68. Reyna), Soriano

Mattersburg: Kuster - Farkas, Mahrer, Rath, Novak - Sprangler (76. Sprangler), Jano, Perlak (33. Templ), Prietl - Ibser (65. Bürger), Pink

Gelbe Karten: Laimer, Hwang bzw. keine

Tabelle

Vastic: "Unsere Arbeit wurde nicht belohnt"

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Mit der ersten Hälfte bin ich sehr zufrieden, da hat meine Mannschaft sehr gut gespielt, so wie wir es uns vorgenommen haben. Wir hatten auch weitere Chancen auf ein drittes Tor, konnten das aber nicht machen. Mattersburg hat sehr gut mit und gegen den Ball gespielt. In der zweiten Hälfte konnten wir unser Spiel nicht mehr wie gewohnt durchziehen."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Über 90 Minuten gesehen wurde unsere Arbeit nicht belohnt. Wir sind in der ersten Hälfte gut ins Spiel gekommen, hatten durch Perlak eine gute Möglichkeit. Wir haben das Spiel kontrolliert, nicht viel zugelassen. Die Mannschaft hat sich vielleicht zu sicher gefühlt. Man muss gegen dieses Salzburger Mannschaft immer hundertprozentig konzentriert sein, und das waren wir in diesen beiden Situationen nicht. Wir haben es ihnen bei den Toren sehr leicht gemacht. Die zweite Hälfte haben wir auch offen gestaltet, hatten aber auch nicht mehr die große Chance auf den Ausgleich."