FUSSBALL TIPICO-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: TSV PROLACTAL HARTBERG - FC RED BULL SALZBURG

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Sport Fußball
01/30/2021

Salzburg bleibt weiter makellos, Sturm stolpert über Altach

Der Leader gibt sich in Hartberg keine Blöße, die Grazer geben gegen Altach eine Führung aus der Hand.

Serienmeister Red Bull Salzburg hat am Samstag den dritten Sieg im dritten Bundesliga-Spiel dieses Jahres gefeiert. Die "Bullen" setzten sich auswärts gegen den TSV Hartberg mit 3:0 durch, bauten ihren Vorsprung auf Rapid zumindest bis Sonntag auf vier Punkte aus und sind 2021 noch immer ohne Gegentor. Sturm Graz kassierte beim Vorletzten SCR Altach eine 1:2-Niederlage und liegt bereits sechs Zähler hinter dem Titelverteidiger. Das Duell zwischen der SV Ried und der Admira endete 0:0.

  • SCHAUPLATZ HARTBERG

2:0 in Altach, 3:0 gegen Ried, 3:0 in Hartberg: Salzburg ist der Start ins neue Jahr also gelungen. Auch im dritten Spiel des Jahres blieb der Serienmeister ohne Gegentor, allerdings gegen drei Gegner, gegen die man in der Meistergruppe wohl nicht spielen wird.

TSV HARTBERG - RED BULL SALZBURG 0:3 (0:2)
Tore: 
0:1 (14., Elfmeter) Koita, 0:2 (35.) Daka, 0:3 (79.) Mwepu.
Gelbe Karten: Nimaga bzw. Koita.
Hartberg: Swete - Kainz, Gollner, Luckeneder, Klem - Nimaga (74. Tijani), Heil - Horvath (66. Schmerböck), Rep, Ertlthaler (66. Ried) - Chabbi (74. Tadic).
Salzburg: Stankovic - Kristensen, Ramalho, Vallci, Ulmer (87. Farkas) - E. Mwepu, Camara (87. Affengruber), Bernede, Sucic (71. Aaronson) - Koita (71. Adeyemi), Daka (87. Sesko).

Die Steirer hatten die Partie anders angelegt als die extrem passiven Altacher vergangenen Sonntag, aber durchaus ähnlich wie die aktiven Rieder am Mittwoch. Und so hatte Hartberg durch Horvath auch die erste Chance des Spiels (12.).

Aber schon davor war zu sehen, dass Salzburgs Sturmduo Daka und Koita den Hartbergern extreme Probleme bereitet. Kurz nach der Hartberg-Chance legte Klem den Führenden der Torschützenliste im Strafraum: Koita selbst verwertete den verhängten Elfer sicher – 1:0.

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Hartberg benötigte einige Minuten, um die frühen Rückstand zu verarbeiten. In dieser Phase hätte Koita eigentlich das 2:0 erzielen müssen. Dieses fiel aber erst, als sich die Hartberger in die Partie zurückgekämpft hatten. Eine Vorlage von Koita verwertete Daka (35.).

Auch nach dem Wechsel hatten die Hartberger die erste Chance. Solospitze Chabbi kann von Ulmer nicht am Kopfball gehindert werden, setzt den Ball aber knapp neben das Tor (54.).

Salzburg spart Kräfte

Aber anders als vor der Pause drückten die Salzburger nicht auf das Tempo. Die sechste Hälfte in sieben Tagen legte der Tabellenführer kräftesparend an. Das Spiel wurde nur mehr verwaltet.

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Der dritte Erfolg in Serie war aber trotzdem nie in Gefahr. Entschieden wurde das Spiel aber erst in der 79. Minute: Nach Idealvorlage von Daka musste sein sambischer Landsmann Mwepu nur mehr zum 3:0 einschießen.

Danach gab es drei Bundesliga-Debüts: Bei Hartberg kam Neuzugang Horvat, bei den Salzburgern wurden die Talente Affengruber und Sesko eingewechselt.

  • SCHAUPLATZ ALTACH

Für Sturm setzte es nach acht ungeschlagenen Partien im Ländle mit einem 1:2 wieder eine Niederlage. Dabei begannen die Grazer wie ein Team, das über viel Selbstvertrauen verfügt, ziemlich dominant.

SCR ALTACH - STURM GRAZ 2:1 (2:1)
Tore: 
0:1 (21.) Kuen, 1:1 (35.) Netzer, 2:1 (45.+1) Fischer.
Gelbe Karten: Fischer, Casar, Schreiner bzw. Ilzer (Trainer), Gorenc-Stankovic, Kiteishvili, Friesenbichler, Kuen, Ljubic.
Altach: Kobras - Thurnwald, Bumberger, Netzer (62. Oum-Gouet), Karic - Casar, Haudum (75. Zwischenbrugger), Fischer - Meilinger (88. Bukta), Obasi (62. Maderner), Schreiner.
Sturm: Siebehandl - Ingolitsch (66. Gazibegovic), Nemeth (66. I. Ljubic), Wüthrich, Dante (66. Balaj) - Hierländer, Gorenc-Stankovic, Kiteishvili (88. Huspek), Kuen - Friesenbichler (76. Shabanhaxhaj), Jantscher.

Nach den ersten Möglichkeiten durch Kiteishvili und Friesenbichler sorgte Kuen für die Führung nach Vorarbeit von Friesenbichler (21.).

Auf dem extrem tiefen Boden nahmen die Altacher in Folge ihre Kämpferherzen in die Hände und wurden dafür belohnt – mit zwei Treffern, bei denen allerdings Fortuna Mitspielerin war. Zunächst stand Netzer beim 1:1 deutlich im Abseits. Beim 2:1, Sekunden vor der Pause, fiel der Ball Fischer glücklich vor die Beine, ehe er gekonnt abschloss.

TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: CASHPOINT SCR ALTACH -SK PUNTIGAMER STURM GRAZ

Kleiner Befreiungsschlag

Das mittlerweile teilweise matschige Geläuf ließ nicht mehr genügend Leichtfüßigkeit für spielerische Elemente zu, daher stand der Kampf bis zum Schluss im Fokus. Altach hätte durchaus erhöhen können, Balaj hatte per Kopf den Ausgleich für Sturm vor Augen, verfehlte aber knapp.

Altach setzte sich mit dem Sieg von Schlusslicht Admira ab.

  • SCHAUPLATZ RIED

Auch nach dem dritten Spiel wartet der neue Ried-Trainer Miron Muslic noch auf einen Sieg und einen Torerfolg. Nach einem 0:1 gegen die Austria und einem 0:3 in Salzburg gab es im Keller-Duell gegen die Admira am Samstag ein 0:0.

SV RIED - FC ADMIRA 0:0
Gelbe Karten:
Reifeltshammer, Bajic bzw. keine.
Ried: Sahin-Radlinger - Meisl (72. Reiner), Reifeltshammer, Boateng - Kerhe (62. Gschweidl), Ziegl, Lackner (72. Offenbacher), Lercher - Bajic, Nutz (82. Wiessmeier), Grüll (72. Möschl).
Admira: Leitner - Malicsek, Bauer, Aiwu, Ostrzolek - Kerschbaum, Auer - Kronberger (82. Hausjell), Atanga, Starkl (82. Hoffer) - Wooten.

In Salzburg hatten die Rieder am Mittwoch nichts zu verlieren, agierten frech, attackierten den Gegner teils schon früh. Gegen die Admira war den Oberösterreichern anzumerken, dass es gegen einen direkten Konkurrenten für sie um mehr geht. Wie auch die Gäste aus der Südstadt attackierte man erst vermehrt im Bereich der Mittellinie und suchte lieber den Konter. Einem Tor nahe kamen vor der Pause nur die Gastgeber – und das durch zwei Standardsituationen.

FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: SV GUNTAMATIC RIED - FC FLYERALARM ADMIRA

Vielzahl an Fehlern

Nach Seitenwechsel konnte man zunächst beiden Teams das Bemühen, ein wenig mehr für den Sieg zu tun, nicht absprechen. Allerdings: Da wie dort gab es statt gutem Umschaltspiel eine Vielzahl an Fehlern in Ballbesitz.

Und je länger die Partie dauerte, umso mehr galt offenbar für beide Mannschaften das Motto: Nur nicht verlieren! Zumindest das ist beiden gelungen.

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