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Sport Fußball
12/01/2021

Bundesliga: Ein Eckballtrick beendet in Altach die Sturm-Flaute

Die Grazer gewinnen den Nachtrag mit 1:0 und sind wieder Zweiter. Altach bleibt Schlusslicht.

Sturm Graz hat seine Sieglos-Serie beendet und dem SCR Altach das nächste Negativerlebnis beschert. Während die Steirer am Mittwochabend dank eines 1:0-(1:0)-Auswärtserfolgs beim Tabellenschlusslicht nach acht Pflichtspielen wieder einmal einen Dreier anschrieben, warten die Vorarlberger seit nun vier Partien auf ein erzieltes Tor. Nur ein Sieg steht für Altach aus den vergangenen zwölf Runden zu Buche. Der Rückstand auf den Vorletzten LASK beträgt wie gehabt einen Zähler.

Manprit Sarkaria (37.) traf im Nachtragsspiel der 14. Runde mit seinem siebenten Saisontor entscheidend. Die ursprünglich am 7. November angesetzte Partie hatte nach einer Corona-Welle im Kader der Grazer verschoben werden müssen. Sturm setzte sich am nun punktegleichen WAC vorbei wieder auf den zweiten Platz hinter dem ungefährdeten Spitzenreiter Salzburg. Am Samstag geht es für das Team von Christian Ilzer daheim gegen die Admira weiter, Altach gastiert in Wolfsberg.

SCR Altach - Sturm Graz Endstand 0:1 (0:1).

Tor: 0:1 (37.) Sarkaria

Altach: Casali - Strauss, Zwischenbrugger, Ndiaye - Mischitz (72. Bukta), Aigner, Haudum (84. Schreiner), Edokpolor (77. Prokop) - Nuhiu - Reiter (77. Tartarotti), Bischof (84. Bumberger)

Sturm: Siebenhandl - Gazibegovic (61. Jäger), Affengruber, Wüthrich, Dante - Sarkaria, Gorenc-Stankovic, Ljubic, Prass (86. Geyrhofer) - Yeboah (61. Niangbo), Jantscher (86. Borkovic)

Gelbe Karten: keine bzw. Gazibegovic, Trainer Ilzer

Die Besten: Edokpolor, Zwischenbrugger bzw. Sarkaria, Gorenc-Stankovic

Im „Ländle“ musste das Spielfeld am Vortag vom Schnee befreit werden, das Training auf Kunstrasen hatte unliebsame Folgen. Berkay Dabanli knöchelte um, der Innenverteidiger zog sich eine Bänderverletzung zu und fehlte. Im Angriff setzte Trainer Damir Canadi auf die schnellen Spitzen Noah Bischof und Dominik Reiter, dahinter agierte Adthe Nuhiu. Ilzer stellte auf zwei Positionen um. Sarkaria und Ivan Ljubic begannen im Mittelfeld anstelle des gesperrten Andreas Kuen und Anderson Niangbo.

Bei strömendem Regen begannen die Altacher forsch, Sturm zeigte aber wie erwartet die spielerisch feinere Klinge. Gefährlich vor das gegnerische Gehäuse kamen die mitten in einem dichten Programm steckenden Gäste jedoch nicht. „Abschlüsse suchen“ forderte Ilzer nach einer Viertelstunde, Tino Casali im Altach-Tor blieb aber ungeprüft. Ein Patzer von Jusuf Gazibegovic bescherte den Vorarlbergern sogar eine Top-Chance auf ihr zehntes Saisontor. Reiter kam im Strafraum zum Abschluss, schoss jedoch deutlich drüber (27.).

Standard-Tor

Jon Gorenc-Stankovic verletzte sich beim Rettungsversuch am Ellenbogen, der Slowene biss die Zähne aber zusammen. Kelvin Yeboah - beim 3:1 im ersten Saisonduell zweifacher Torschütze - hatte Altach im Griff. So musste eine Standardsituation her: Ljubic und David Affengruber ließen einen Eckball bewusst passieren, Sarkaria staubte aus dem Hinterhalt ab. Er war schon davor der auffälligste Sturm-Akteur. Sarkarias Schuss sollte von beiden Mannschaften bis zur Pause der einzige aufs Tor bleiben.

Admiral Bundesliga 2021/2022

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg18143142:123045
2Sturm Graz1894537:261131
3Wolfsberger AC1894531:28331
4Austria Klagenfurt1867526:27-125
5Rapid Wien1866627:27024
6Ried1866624:34-1024
7Austria Wien1849524:22221
8Hartberg1856728:28021
9LASK1855823:26-320
10Wattens1847725:35-1019
11Admira1837821:25-416
12Rheindorf Altach18341110:28-1813

Altach wollte die Bemühungen nach Seitenwechsel verstärken, Jakob Jantscher hatte nach einem hohen Ball indes das 2:0 am Fuß (55.). Auf der Gegenseite war es wieder eine Unkonzentriertheit der Grazer Defensive, die Bischof einen Konter ermöglichte. Der Angreifer fand Reiter aber nicht (58.). Für Yeboah und Gazibegovic war der Arbeitstag nach einer Stunde beendet, Ilzer schonte Kräfte. Die Altacher mühten sich vergeblich, auch die Brechstange mit vielen hohen Bällen brachte nichts ein. Jörg Siebenhandl musste bei einem Zusammenspiel zwischen Reiters Kopf und Dantes Fußspitze eingreifen (67.). In der 95. Minute musste Sturm noch einmal zittern, Siebenhandl war bei einem Nuhiu-Freistoß erneut zur Stelle.

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