Austria in Hartberg: Schmid will gegen die „Ex“ Spaß haben

Ex-Austria-Trainer empfängt am Sonntag mit dem Überraschungsteam Hartberg (14.30 Uhr) die Wiener Austria.
Manfred Schmid

Natürlich ist für ihn ein Spiel gegen die Wiener Austria besonders. Keines wie jedes andere. Aber doch nicht mehr so emotional mehr wie noch vor einiger Zeit. „Es ist ja schon auch zu einer Gewohnheit geworden.“ Weil Manfred Schmid eben nicht mehr Austria-Trainer ist und daher stets mit einer gegnerischen Mannschaft gegen die Violetten antritt.

Diesmal will er wieder mit Hartberg, dem Überraschungsteam der Meistergruppe, seinen ehemaligen Verein ärgern. „Wir wollen Spaß haben und die Großen ärgern“, so die Devise von Schmid für die restlichen Auftritte. Bisher hat seine Mannschaft das Motto sehr gut umsetzen können. „Man muss schon wertschätzen, was die Mannschaft leistet, was sie alles schon abgerufen hat“, streut der Wiener seinen Spielern Rosen. Die junge Truppe spielt immerhin erfolgreichen Fußball. Gegen die Austria wird Schmid einige Spieler vorgeben müssen, eine Chance für weitere junge Talente. „Beiden Teams fehlen Spieler. Wir werden wieder etwas ausprobieren.“

Zukunft ist offen

Man ist sich der eigenen Stärken bewusst und weiß ganz genau, was mit Gegner Austria auf einen zukommt. „Vor dem Spiel gegen Sturm war die Austria für mich ein ganz heißer Kandidat auf den Titel. Auch jetzt darf man sie nicht abschreiben“, zeigt der 54-Jährige Respekt. Ob es mit Manfred Schmid in Hartberg weitergeht, wird sich weisen.

Sein Vertrag läuft Ende Mai aus, Gespräche für eine Verlängerung hat es bisher noch nicht gegeben. Man will sich diesbezüglich in der kommenden Ligapause austauschen. Schmid fühlt sich in Hartberg wohl, lebt in einer Wohnung am Hauptplatz, pendelt nur einmal pro Woche nach Wien, ansonsten kommt seine Familie auf Besuch.

„Es sind ja nur 75 bis 90 Minuten Fahrzeit. In Wien brauchen viele Menschen länger, wenn sie über die Südosttangente müssen“, lacht der Wiener. „Ich habe hier in Hartberg viele tolle Menschen kennen gelernt, mir macht es hier Spaß.“

In der Tabelle liegen die Teams weiterhin dicht beisammen. Als Fünfter beträgt der Rückstand der Austria nur einen Punkt auf Rang zwei. Mit einem Sieg gegen Sturm wäre sogar die Tabellenführung möglich gewesen. In Favoriten trauert man dem allerdings nicht mehr nach. „In dieser Phase ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht zu sehr mit möglichen Konstellationen zu beschäftigen. Die Tabelle kann sich innerhalb weniger Wochen stark verändern“, betont Trainer Stephan Helm.

Geduldspiel?

„Das Spiel wird einen ganz anderen Charakter haben als das letzte und könnte zu einem Geduldsspiel werden. Entscheidend ist, dass wir den Spielverlauf auf unsere Seite ziehen und dem Spiel eine positive Richtung geben. Das ist uns in den letzten beiden Duellen mit Hartberg nicht gelungen.“

Helm wünscht sich von seiner Mannschaft vor allem das Kreieren vieler Torchancen. „Nur so können wir gewinnen.“

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