Enges Duell: Rapid-Kapitän Schwab (links) hatten mit den Hartbergern (Rep) jede Menge Arbeit. 

© DIENER / Guenter R. Artinger

Sport Fußball
09/29/2019

Kapitän Schwab rettet Rapid einen Punkt gegen Hartberg

Bis zur 96. Minute liegen die Gäste 3:2 in Führung, dann gelingt den Hütteldorfern der Ausgleichstreffer.

von Alexander Huber

Unglaublich, aber wahr: Auch im dritten Ligaheimspiel gegen Hartberg konnte Rapid nicht gewinnen. Wie immer lag es nicht an den erzielten Toren, sondern an Schwächen in der Defensive. Am Ende rettete Rapid noch einen Punkt - 3:3.

Rapid startete so druckvoll, wie es Hartberg-Trainer Markus Schopp erwartet hatte. Rapid-Leihgabe Patrick Obermüller legte mit einem Fehler die erste Großchance auf, aber Aliou Badji scheiterte an Goalie Rene Swete (10.). Der Mittelstürmer war einer von vier Neuen nach dem Cupfight gegen Salzburg.

Druck

Der Druck ließ nicht nach, das 1:0 war die logische Folge. Christoph Knasmüllner legte geschickt auf Taxi Fountas weiter und der Grieche traf via Innenstange (17.).

Bei Hartberg rückte Rajko Rep ins Mittelfeld zurück und damit kamen die Steirer ins flotte Spiel. Es ging hin und her, Richard Strebinger musste gegen Sandro Gotal und Rep retten, für die Hütteldorfer scheiterten Badji und Fountas. 

Dass der schwache Badji erneut das 2:0 vergab (40.), sollte sich rächen. Ein Konter über Jürgen Heil landete bei Jodel Dossou, der Stephan Auer abschüttelte und ins kurze Eck traf - 1:1 (45.).

Goalgetter Dario Tadic kam erst zur Pause und hatte gleich eine Chance per Kopf (48.). Rapid war gerade in Unterzahl, weil sich Dejan Ljubicic bei einem Nimaga-Foul eine Bänderverletzung zuzog. Dalibor Velimirovic kam, aber die Ordnung fehlte noch. David Cancola war nach Rep-Flanke frei und traf trocken zum 1:2 (51.).   

Als einzige fitte Offensivalternative kam Kelvin Arase. Auf der Bank saßen erstmals Amateure-Spielmacher Melih Ibrahimoglu, 19,  der noch eingewechselt wurde, und Flügel Dragoljub Savic, 18.

Die Hartberger spielten noch selbstbewusster, wie ein Team für die Meistergruppe, Strebinger verhinderte gegen Dossou das 1:3 (60.).

Rapid kam noch einmal zurück. Max Ullmann spielte perfekt auf Fountas und der aus St. Pölten ablösefrei gekommene Neuzugang traf wieder – 2:2 (72.).

Pfiffiges Ende

In Minute 83 kippte die Partie wieder: Fountas wurde von Kainz Elfer-würdig getroffen, Schiedsrichter  Ebner pfiff nicht, gab später auf Sky zu: „Das war ein Strafstoß.“  Im Konter  zeigte Tadic seine Klasse und traf zum 2:3. Die Schlussoffensive  brachte durch Stefan Schwabs Kopf das 3:3 (96.). „Es war ein Elfer, aber den Sieg haben wir schon in Hälfte eins vergeben“, so Trainer Didi Kühbauer.