Sport | Fußball
07.06.2018

Bickel: "Der Transfer von Knasmüllner kann noch scheitern"

Rapid verhandelt mit Barnsley die Ablöse. Das Interesse von Atalanta an Murg wurde abgeblockt.

Fredy Bickel ist für ein paar Tage in seine Heimat gereist. Weniger zu tun ist für den Rapid-Sportdirektor in der Schweiz aber nicht: Bis zum Trainingsstart am 20. Juni sollen noch zwei Offensivspieler verpflichtet werden. Geplant wird mit einem Legionär und einem Österreicher.

Nikola Dovedan als Plan A ist mit den Ablöseforderungen von Heidenheim gescheitert. In den letzten Tagen wurden die Verhandlungen mit Christoph Knasmüllner verstärkt. Der im Austria-Nachwuchs ausgebildete Edeltechniker war im Jahr 2017 bei der Admira nicht zu stoppen: 17 Tore und acht Assists in den Ligaspielen des Vorjahres.

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Mit dem knüppelharten Abstiegskampf in Englands zweiter Liga kam der 26-Jährige allerdings nicht zurecht. Knasmüller kam nur zu drei Einsätzen, Barnsley stieg ab. Deswegen ist der frühere Alaba-Kollege wieder zu haben. Laut Sky-Informationen ist ein Vertrag bei Rapid sogar schon unterschrieben.

Doch Bickel bremst: „Der Transfer kann noch scheitern.“ Konkret geht es um die Ablöseforderungen von Barnsley. Die Engländer zahlten im Winter die fixe Ablöse von 500.000 Euro und wollen jetzt ein Geschäft machen.

Verhandlungstaktik

Andererseits hat Knasmüllner nicht entsprochen und will (auch aus familiären Gründen) zurück nach Österreich. „Vielleicht ist es Verhandlungstaktik, aber Barnsley zeigt bis jetzt, dass sie keine Eile haben“, erklärt Bickel den Stand vom Donnerstagvormittag.

Der 53-Jährige hat am Transfermarkt schon viel erlebt und bleibt deswegen ruhig: „Vielleicht braucht es noch eine Verhandlungsrunde, vielleicht auch mehr. Oder wir fokussieren auf einen anderen Spieler.“

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Atalanta lockt Murg

Cool bleibt Bickel auch bei einem der „unverkäuflichen“ Spieler von Rapid: Laut Calciomercato will Atalanta Bergamo Thomas Murg kaufen. Der 23-Jährige hat sich mit zehn Toren, sieben Assists (und sechs Stangenschüssen) in das Nationalteam gespielt. Bickel bestätigt gegenüber dem KURIER die Anfrage aus Italien, wollte dem Europa-League-Teilnehmer aber nicht einmal eine Ablösesumme nennen: „Wir haben Atalanta abgeblockt, das ist auch schon wieder länger her und damit für mich erledigt.“

Da bislang kein zweiter Versuch aus Bergamo gestartet wurde, glaubt Bickel: „Sie haben unsere Absage verstanden und akzeptiert.“

Mehr im Freitag-KURIER: Wie die Pläne von Rapid, mehr „Mentalitätsspieler“ zu verpflichten für Bickel mit Knasmüllner zusammen passen.