Der fleißige Arbeiter: Valentino Lazaro verpasste keine einzige Meisterschaftsminute.

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Sport Fußball
01/17/2019

Beliebte Österreicher: Legionärs-Flut beim Nachbarn

Mit Beginn der Rückrunde stehen 30 Österreicher in den Kadern der 18 Klubs der ersten deutschen Bundesliga.

von Günther Pavlovics

Nur kurz dauerte die Winterpause für die Profis der ersten deutschen Bundesliga: Am Wochenende geht es mit der Rückrunde wieder los. Den Anfang macht am Freitag Meister Bayern München in Hoffenheim. Das erste Spiel des Frühjahrs wird im frei empfangbaren Fernsehen übertragen (in Deutschland nicht auf A1 TV, sondern im ZDF).

Schon beim ersten Spiel des neuen Jahres kommt es zu einem Österreicher-Duell. Bei den Bayern ist David Alaba mit 26 Jahren längst eine Fixgröße. Bei Hoffenheim hat sich im Mittelfeld der 23-jährige Florian Grillitsch etabliert. „Ich freue mich auf das Spiel, weil es ein Freitagabendspiel ist und das Eröffnungsspiel für die Rückrunde, da schauen alle drauf“, sagt der Niederösterreicher. „Ein Sieg wäre ein guter Start, um gleich auf Dortmund Druck aufzubauen und in die Spur zu finden, in der wir sein wollen“, meinte Alaba. Bei Hoffenheim ist Christoph Baumgartner seit diesem Jahr im Profikader. Der 19-Jährige kam 2017 aus der Akademie St. Pölten.

Platz 1 vor Frankreich

Mit 30 Profis stellt Österreich in der höchsten deutschen Spielklasse das größte Kontingent an Gastarbeitern. Die Internet-Seite www.transfermarkt. at listete am Donnerstag gar 31 auf. Das hat den Grund, dass der Wechsel von Florian Kainz von Bremen zum Zweitligisten Köln noch nicht offiziell über die Bühne war. Und es wurde auch Romano Schmid geführt, der von Liefering zu Bremen wechselte. Der Steirer hat dort am Montag das Training bei der U-23-Mannschaft aufgenommen, die Norddeutschen suchen aber noch einen Klub in den Niederlanden, an den sie den 18-Jährigen eineinhalb Jahre verleihen wollen.

Ob 29 oder 31 – kein anderes Land stellt so viele Gastarbeiter. Auf Platz zwei folgt das Weltmeister-Land Frankreich mit 23 Spielern. Und die Schweiz – stellte im Sommer 2016 mit 26 Profis noch fünf mehr als Österreich – hat nur noch 17 Spieler in der ersten Bundesliga. Stark nachgefragt sind auch die Niederländer (16), etwas im Sinken ist die brasilianische Fußball-Arbeitskraft mit nur noch 13 Profis.

Aushilfshandwerker

Gleich vier Tormänner gibt es. Aber Pervan (1 Spiel), Özcan (2 Spiele) und Langer (0 Spiele) sind nur Aushilfshandwerker. Samuel Sahin-Radlinger war ein Jahr an Bergen verliehen. Die Norweger lösten die Kaufoption nicht ein, weshalb der 26-Jährige wieder im Kader von Hannover steht.

Georg Teigl von Augsburg und Lukas Jäger von Nürnberg sind neben Langer die einzigen Österreicher, die im Herbst keine Minute gespielt haben. Im Gegensatz dazu waren Valentino Lazaro bei Hertha BSC und Georg Margreitter bei Nürnberg die Dauerläufer, sie verpassten für ihre Klubs keine Meisterschaftsminute. Am treffsichersten war Michael Gregoritsch, der für Augsburg fünf Tore erzielt hat.

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