Fu§ball, FC Flyeralarm Admira - SK Rapid

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Sport Fußball
12/15/2019

"Auswärtsmacht" Rapid fühlt sich in der Fremde wohler als daheim

Das 3:0 bei der Admira war für die Wiener der siebente Sieg im neunten Liga-Auswärtsmatch.

Rapid fühlt sich in der Fremde sichtlich wohler als im eigenen Stadion. Das 3:0 am Samstag bei der Admira war der siebente Auswärtssieg im neunten Spiel in dieser Bundesliga-Saison. Die 22 von 27 möglichen Punkten werden nur vom LASK überboten (27), Salzburg hat außerhalb von Wals-Siezenheim drei Zähler weniger geholt.

Dass Rapid trotzdem weit hinter dem Spitzenduo liegt, hat mit der Heimbilanz zu tun - im Allianz Stadion wurden nur zwei von neun Partien gewonnen. Mit einer Leistung wie in der Südstadt sollte sich 2020 aber auch in der eigenen Arena wieder der Erfolg einstellen. "Ich bin sehr zufrieden, es war ein ganz klar verdienter Sieg", resümierte Trainer Dietmar Kühbauer nach dem wunschgemäß verlaufenen Jahresabschluss.

Starker Jung-Papa, starker Debütant

Kühbauer trauerte zwar etwas einem noch klareren Sieg hinterher, dafür war die Freude darüber groß, dass er Taxiarchis Fountas wieder in guter Verfassung gesehen hat. Nachdem Rapids Top-Torschütze im Derby in der Vorwoche wegen der Geburt seines Sohnes gefehlt hatte, spielte er gegen die Admira befreit auf und erzielte seine Liga-Saisontore zehn und elf. "Ich hatte ihn schon in St. Pölten und habe gesehen, welche Qualitäten er hat, vor allem, wenn er in einer besseren Mannschaft spielt", sagte Kühbauer.

Neben Fountas stand noch ein weiterer Kicker im grün-weißen Dress im Mittelpunkt. Yusuf Demir wurde in der 82. Minute für den starken Thomas Murg eingewechselt und avancierte im Alter von 16 Jahren, 6 Monaten und 12 Tagen zum jüngsten Liga-Spieler Rapids. Davor hatte Veli Kavlak diesen Rekord inne.

Kühbauer hält große Stücke auf ÖFB-Nachwuchsteamspieler Demir, warnte aber auch vor einer zu großen Erwartungshaltung. "Wichtig wird sein, dass er am Boden bleibt und wir ihn am Boden halten. Vom technischen Potenzial her ist er unglaublich, aber er muss natürlich noch viel lernen", erklärte der Coach.

Debüt-Tore

Auch die Admira, die nach der siebenten Niederlage in Folge gegen die Hütteldorfer mitten im Abstiegskampf überwintert, befindet sich noch in einem Lernprozess. "Wir haben das Spiel in sieben Minuten hergegeben. Rapid darf man solche Geschenke nicht machen. Uns haben heute die körperlichen und technisch-taktischen Fähigkeiten gefehlt", gestand Trainer Klaus Schmidt.

Im Gegensatz zur Admira entfernte sich Altach vom Tabellenende. Das dank einer starken zweiten Hälfte zustande gekommene 3:0 bei St. Pölten war der dritte Stte Sieg in Folge. Auswärts konnten drei der jüngsten vier Spiele gewonnen werden. Mit ein Grund, warum die Vorarlberger nach 18 Runden fünf Zähler mehr auf dem Konto haben als vergangene Saison. "Das Tor hat eine große Bedeutung, aber noch wichtiger war, dass wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen", sagte Johannes Tartarotti.

Der 20-Jährige erzielte wie Philipp Schmiedl seinen ersten Treffer in der Bundesliga. "Der steht im Ranking schon sehr weit oben", betonte der Abwehrspieler. Laut Schmiedl hätten vor der Pause die Basics gefehlt. Die Pausenansprache von Alex Pastoor fruchtete. "Wir haben in der Halbzeit einen kleinen Weckruf bekommen", gab Tartarotti Einblick. Dann war auch Pastoor nach einer ersten Halbzeit "ohne Leidenschaft und ohne Aggressivität" mit seinem Team zufrieden.

Witz

Für St. Pölten verlief der Jahresendspurt mit vier sieglosen Partien und zwei Niederlagen am Stück nicht nach Wunsch. "Dieses Spiel 0:3 zu verlieren, ist ein Wahnsinn und irgendwie ein Witz", ärgerte sich Coach Alexander Schmidt. Seine Enttäuschung war sehr groß. "Wir haben uns in den letzten beiden Spielen selber geschlagen, waren nicht clever genug, uns zu belohnen", monierte der Deutsche.

Das immer wieder mit einem Transfer in Verbindung gebrachte Sturmduo Pak Kwang-ryong/Husein Balic bekam spezielle Kritik zu hören. "Mir gefällt ihre Leistung nicht. Ich brauche sie, aber nicht mit tausend Gedanken im Kopf", sagte Schmidt, der sich durch die bereits fixierten Winter-Verpflichtungen 2020 Besserung erhofft.

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